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Deutsche Großstadt prescht zum Schutz gegen Omikron vor - 2G-Plus-Regeln kommen ab Montag

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Von: Jennifer Lanzinger

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Die Corona-Inzidenz steigt bereits den sechsten Tag in Folge. Das RKI meldet im Vergleich zur Vorwoche einen deutlichen Anstieg der Infektionszahlen. Der News-Ticker.

Update vom 4. Januar, 18.47 Uhr: Omikron ist zur dominierenden Variante des Coronavirus in Baden-Württemberg geworden. Eine aktuelle Abfrage bei den Laboren zeige, dass bereits jetzt bei über 50 Prozent aller SARS-CoV-2 Diagnosen die Omikron-Variante nachgewiesen werde, teilte ein Sprecher des Sozialministeriums in Stuttgart am Dienstag mit. Es könne daher spätestens in 7 bis 14 Tagen damit gerechnet werden, dass die allermeisten Infektionen im Land auf Omikron zurückgehen werden. Die Zahl der an das Landesgesundheitsamt übermittelten Omikron-Fälle stieg am Dienstag (Stand: 16.00 Uhr) auf 5283. Das sind 1003 Fälle mehr als am Tag zuvor.

Israel startet mit vierter Corona-Impfung

Update vom 4. Januar 2022, 15.50 Uhr: Gerade hatten Experten und auch Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach für die Booster-Impfung, also die dritte Impfung gegen das Coronavirus, geworben, da startet Israel bereits mit dem Impfen der vierten Doris. Die vierte Impfdosis mit dem Präparat von Biontech/Pfizer soll sogar die Zahl der Antikörper gegen die neue Corona-Variante Omikronstark erhöhen. Laut einer israelischen Studie soll die Zahl der Antikörper binnen einer Woche um das Fünffache ansteigen.

Der israelische Ministerpräsident Naftali Bennett stellte dieses Ergebnis am Dienstag bei einem Besuch im Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv gemeinsam mit der Studienleiterin Gili Regev vor. „Die vierte Impfung ist sicher und effektiv“, sagte Bennett. Allerdings lässt sich von der Höhe des Zuwachses an Antikörpern nicht automatisch darauf schließen, inwieweit sich der tatsächliche Schutz vor Infektion oder Erkrankung verbessert.

Israel hatte am Montag bereits eine Impfkampagne für über 60-Jährige und medizinisches Personal gestartet, die nun eine vierte Vakzindosis erhalten können. Rund 10.000 Israelis hätten sich bereits mit der vierten Dosis impfen lassen, rund 100.000 hätten einen Impftermin vereinbart, sagte Bennett. Das Schiba-Krankenhaus bei Tel Aviv hatte vor mehr als einer Woche eine Studie zur vierten Impfung gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Pfizer/Biontech begonnen. Die Klinik teilte am Sonntag Zwischenergebnisse mit: Die Nebenwirkungen seien ähnlich wie nach der dritten Dosis. Israel hat die vierte Corona-Welle bereits hinter sich, zuletzt sind die Infektionszahlen jedoch wieder massiv gestiegen.

Update vom 4. Januar 2022, 13.55 Uhr: Angesichts weiter rasant steigender Pandemie-Zahlen verschärft Hamburgs rot-grüner Senat einmal mehr die Corona-Regeln. So werden die bisherigen 2G-Regeln weitgehend durch 2G-plus-Regeln ersetzt, wie Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag sagte. Auch 24hamburg.de* berichtet über die neuen Corona-Maßnahmen*. Das betreffe die Gastronomie, die Kultur, den Sport in Innenräumen, aber nicht den Einzelhandel. Ausgenommen von der von Montag an geltenden Testpflicht auch für Geimpfte und Genesene seien Personen, „die eine Auffrischungsimpfung haben“.

Update vom 4. Januar 2022, 12.20 Uhr: Gut ein Jahr nach dem Start der Corona-Impfkampagne in Deutschland ist die Marke von 150 Millionen Impfungen erreicht. Den vollständigen Grundschutz mit der zweiten Spritze haben inzwischen 59,3 Millionen Menschen oder 71,3 Prozent der Bevölkerung, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts von Dienstag hervorgeht. Eine zusätzliche Auffrischimpfung erhalten haben mindestens 32,7 Millionen Geimpfte oder 39,3 Prozent der Bevölkerung.

Mindestens eine erste Impfung haben den Angaben zufolge mittlerweile 61,7 Millionen Menschen oder 74,2 Prozent der Bevölkerung erhalten. Die Bundesregierung strebt eine Marke von 80 Prozent bis Ende Januar an, nachdem als Zielmarke zunächst der 7. Januar genannt worden war. Bei den seit Mitte Dezember auf breiter Front angelaufenen Impfungen von Kindern zwischen 5 und 11 Jahren haben laut RKI inzwischen 447.000 Mädchen und Jungen eine Spritze erhalten. Insgesamt nehmen die Impfungen nach dem Jahreswechsel weiter Fahrt auf. Am Montag wurden den Angaben zufolge insgesamt 226.000 Dosen gespritzt. Die Impfungen in Deutschland hatten kurz nach Weihnachten 2020 begonnen.

Corona in Deutschland: Omikron-Fälle steigen immer weiter an

Update vom 4. Januar 2022, 11.40 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen nach den Feiertagen stark an, immer mehr Menschen werden aktuell positiv auf das Coronavirus getestet. Auch der Anteil der neuen Corona-Variante Omikron steigt in Deutschland an. Die Zahl der an das Robert Koch-Institut übermittelten sicher nachgewiesenen und wahrscheinlichen Omikron-Fälle in Deutschland hat sich binnen einer Woche sogar mehr als verdreifacht. 35.529 würden nun der neuen Corona-Variante zugeordnet, hieß es am Dienstag auf einer RKI-Übersichtsseite. Vor einer Woche hatte der Wert noch bei 10.443 gelegen.

Die Zahl bezieht sich auf Fälle seit November, die meisten Nachweise stammen aktuell mit 20.525 aus der vergangenen Woche (Vorwoche: 9584). Eine Grafik des RKI zur zeitlichen Entwicklung zeigt einen sehr steilen Anstieg der wöchentlich gemeldeten Zahlen in Verbindung mit Omikron. Bereits in den vergangenen Tagen hatte das RKI von einer mutmaßlichen Verzerrung der Infektionslage gesprochen, durch die Feiertage könnten viel mehr Menschen als offiziell bekannt infiziert sein. Für die laufende und auch die zurückliegende Woche rechnet das RKI mit einer hohen Anzahl an Neu- und Nachmeldungen.

In absoluten Zahlen entfallen laut RKI die meisten bisherigen Meldungen, die Omikron zugeordnet werden, auf Nordrhein-Westfalen mit 10.779. Es folgen Bayern mit knapp 7.537 und Baden-Württemberg mit 4.323. Wie oft in einem jeweiligen Bundesland auf die Variante getestet wird, ist nicht angegeben.

Update vom 4. Januar 2022, 10.15 Uhr: Eine neue Corona-Variante aus Kamerun wurde in Südfrankreich nachgewiesen und sorgt seit Montagabend für Aufsehen. Karl Lauterbach äußert sich bei Merkur.de.

Corona in Deutschland - RKI meldet aktuelle Infektionszahlen

Update vom 4. Januar, 6.35 Uhr: Das Robert Koch-Institut (RKI) hat erneut einen Anstieg der offiziellen bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz gemeldet. Das RKI gab den Wert Dienstagmorgen mit 239,9 an. Seit dem 30. Dezember steigt der Wert täglich, wobei das RKI weiterhin von einer Untererfassung der Neuinfektionen ausgeht. Grund dafür sind weniger Tests und Meldungen im Zuge der Feiertage und der Ferien.

Zum Vergleich: Am Vortag lag die Inzidenz noch bei 232,4, vor einer Woche bei 215,6 (Vormonat: 432,2). Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI innerhalb eines Tages insgesamt 30.561 Corona-Neuinfektionen. Ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur Vorwoche. Damals wurden 21.080 Neuinfektionen gemeldet. Zudem meldete das RKI am Dienstagmorgen 356 neue Todesfälle binnen 24 Stunden. Vor einer Woche waren es 372 Todesfälle.

Corona in Deutschland: Demonstrationen in mehreren Städten

Update vom 3. Januar, 22.07 Uhr: In mehreren Städten in Deutschland wurde am Montag gegen die Corona-Politik demonstriert. Allein in Nürnberg gingen nach dpa-Angaben 3000 Menschen beim sogenannten „Montagsspaziergang“ auf die Straße. Zwischenfälle soll es hier nicht gegeben haben. In Friedrichshafen in Baden-Württemberg versammelten sich zudem knapp 2000 Teilnehmer - in Mannheim gab es mehrere kleinere Gruppen von bis zu 50 Personen.

In Magdeburg kamen knapp 2500 Menschen zusammen. Hier kam es auch zu einem unschönen Vorfall: Die Polizeiinspektion der Landeshauptstadt sprach von durchbrochenen Polizeiketten, Flaschenwürfen auf Beamte und Pyrotechnik. Nach ersten Erkenntnissen wurden Polizisten aber nicht verletzt. 

Update vom 3. Januar, 21.46 Uhr: In Südfrankreich ist eine neue Corona-Mutation entdeckt worden. Eine erste Mini-Studie, die bislang noch ungeprüft ist, legt nahe, dass die Variante ansteckender als der Urtyp sein könnte. Für eine genaue Einordnung sind aber weitere Tests nötig.

Corona in Deutschland: Schlimmer Ausbruch in Pflegeheim

Update vom 3. Januar, 13.40 Uhr: Fast die Hälfte der Bewohner in einem Rastatter Pflegeheim (Baden-Württemberg) hat sich inzwischen mit dem Coronavirus angesteckt. Neun Menschen seien an oder im Zusammenhang damit gestorben, sagte ein Sprecher des Landratsamts am Montag. Von 41 infizierten Bewohnern seien 6 im Krankenhaus. Hinzu kämen fünf infizierte Mitarbeiter. „Ob das schon die Spitze des Infektionsgeschehens ist, können wir noch nicht abschätzen“, sagte er. Derzeit lebten 88 Menschen in dem Heim.

Vier von fünf Wohnbereichen seien von Corona-Infektionen betroffen. Die Toten seien nicht geboostert gewesen, sagte der Sprecher. Weitere Angaben zum Impfstatus machte er nicht. Eine Sprecherin des Heimträgers, der Kursana-Gruppe, hatte vergangene Woche erklärt, die Impfquote in der Einrichtung liege über dem Bundesdurchschnitt. Fast die Hälfte der Bewohner hätten bereits eine Auffrischungsimpfung (Booster). Dennoch gebe es immer noch Bewohner, die sich nicht impfen lassen wollten, oder bei denen medizinische Gründe dagegensprächen.

In einem Pflegeheim in Raststatt kam es zu einem großen Corona-Ausbruch.
In einem Pflegeheim in Raststatt kam es zu einem großen Corona-Ausbruch. © Henry Mungenast via www.imago-images.de

Corona in Deutschland - Impfkampagne mit deutlichem Einbruch an Neujahr

Update vom 3. Januar, 12.40 Uhr: Die Corona-Zahlen steigen auch im neuen Jahr weiter an, das RKI meldete am Montag, 3. Januar 2022, den fünften Tag in Folge eine steigende bundesweite Inzidenz. Die Zahl der vor allem über Silvester verabreichten Impfungen ist jedoch stark eingebrochen. Am Neujahrs-Tag hatten sich nach Angaben des RKI bundesweit gerade einmal 25.582 Menschen gegen Corona impfen lassen. Doch bereits am Sonntag, 2. Januar, hatte die Impfkampagne wieder langsam angezogen. Nach offiziellen Angaben wurden an diesem Tag 129.069 Impfungen verabreicht.

Auch über die Weihnachtstage vom 24. bis zum 26. Dezember waren die Zahlen kurzzeitig deutlich zurückgegangen. Damit sind nun mindestens 59,2 Millionen Menschen in Deutschland zweifach geimpft oder haben die Einmalimpfung von Johnson & Johnson erhalten. Das sind 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens 32,3 Millionen Menschen (38,9 Prozent) haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. Nicht geimpft sind laut RKI aktuell 21,5 Millionen Menschen in Deutschland, darunter 4,0 Millionen Kindern im Alter bis vier Jahren, für die bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht.

Tirol: Erneuter Corona-Ausbruch unter Skilehrern

Update vom 3. Januar, 12.10 Uhr: Im österreichischen Bundesland Tirol ist es unter einer Gruppe von Skilehrern erneut zu einem gehäuften Auftreten von Corona-Infektionen gekommen. In St. Anton am Arlberg seien 17 Skilehrer einer Skischule positiv getestet und anschließend abgesondert worden, bestätigte das Land Tirol am Montag einen Bericht der Tiroler Tageszeitung.

Zuvor waren bereits Skilehrer in Kirchberg als infiziert aufgefallen. Die Zahl der Infizierten erhöhte sich laut Bericht des Blattes in diesem Fall auf 25. Die Skilehrer hatten in einer gemeinsamen Unterkunft gewohnt. Im Bundesland Tirol lag die Sieben-Tage-Inzidenz zuletzt bei rund 430 Corona-Fällen pro 100.000 Einwohnern und damit über dem österreichweiten Durchschnitt von etwa 250.

Skilehrer im Skigebiet von Serfaus, Fiss, Ladis (Tirol, Österreich)
Corona-Cluster bei Skilehrer-Gruppe in Tirol (Österreich). Gesundheitsbehörden rufen zu Corona-Tests auf (Symbolfoto). © imago

Update vom 3. Januar, 11.20 Uhr: Das Coronavirus reißt in Deutschland einen Vater, seine Frau und ihren Sohn aus dem Leben. Zurück bleiben fünf Töchter - vier davon minderjährig.

Update vom 3. Januar, 10.35 Uhr: Das Coronavirus lässt sich auch durch Landesgrenzen nicht aufhalten, nun infizierten sich zahlreiche Forscher auf einer Polarstation in der Antarktis. Sie waren zuvor über Südafrika eingereist.

Corona-Eskalation nach den Feiertagen? Zahlen steigen erneut – Nächstes Kreuzfahrtschiff bricht Reise ab

Ursprungsmeldung vom 3. Januar: Berlin - Viele Experten hatten bereits im Vorfeld vor vielen Kontakten an Weihnachten und den Feiertagen gewarnt, auch Silvester dürfte für viele Feiern in Innenräumen gesorgt haben. Wie stark die Feiertage die Ausbreitung des Coronavirus begünstigt haben, wird sich im Lauf der nächsten Tage herausstellen, doch schon jetzt meldet das Robert Koch-Institut einen Anstieg der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz. Auch die Infektionszahlen klettern weiter in die Höhe.

Bereits den fünften Tag in Folge meldet das RKI einen Anstieg der Inzidenz. Demnach liegt der Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche am Montag bei 232,4. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 222,7 gelegen. Vor einer Woche lag die bundesweite Inzidenz ebenfalls bei 222,7 (Vormonat: 442,1). Doch obwohl der Wert bereits jetzt kontinuierlich in die Höhe klettert, geht das RKI bei den Zahlen von einer Untererfassung aus. Weil zwischen den Jahren weniger getestet und gemeldet wird, könnten die tatsächlichen Zahlen höher sein.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 18.518 Corona-Neuinfektionen. Vor genau einer Woche waren es 13.908 Ansteckungen. Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 68 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 69 Todesfälle.

Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ bricht Reise wegen Corona-Fällen ab

Einen Strich durch die Rechnung macht das Coronavirus nun auch vielen Reisenden. Nachdem am Sonntag bereits das Kreuzfahrtschiff „Aida Nova“ der Reederei Aida Cruises aus Rostock seine Reise wegen Corona-Fällen in Lissabon frühzeitig beendet hatte, bricht nun auch das Kreuzfahrtschiff „Mein Schiff 6“ der Reederei Tui Cruises seine aktuelle Reise in Dubai ab. „Hintergrund sind vereinzelte Fälle von Covid-19 an Bord, die im Laufe der Reise festgestellt wurden. Als reine Vorsichtsmaßnahme und zum Schutz von Gästen und Besatzung hat sich TUI Cruises jetzt zu dieser kurzen Pause entschlossen“, hieß es in der Nacht auf Montag von dem Unternehmen mit Sitz in Hamburg.

Den Angaben der Reederei zufolge wäre die Reise für den Großteil der rund 2000 Passagiere ohnehin am Montag planmäßig zu Ende gegangen. Die unfreiwillige Pause treffe demnach sowohl diejenigen, die eine Anschlusskreuzfahrt gebucht hatten, als auch die Gäste, die in Dubai an Bord gehen wollten. Für alle Gäste, die ihre Reise hätten fortsetzen wollen, organisiert Tui Cruises den Angaben zufolge aktuell Rückflüge.

Wie lange ist Deutschland noch von Corona gezeichnet? Virologe Martin Stürmer sieht das Covid-Jahr 2022 optimistisch*. Schon bald könnte es Entspannung geben.*Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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