Chemnitzer Forscher finden versteinerten Saurier

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Bei Ausgrabungen im "Versteinerten Wald" in Chemnitz haben Forscher das Skelett eines etwa 30 Zentimeter großen Ur-Sauriers entdeckt.

Chemnitz - Bei Ausgrabungen im “Versteinerten Wald“ in Chemnitz haben Forscher das Skelett eines etwa 30 Zentimeter großen Ur-Sauriers entdeckt.

Es handele sich dem Anschein nach um ein eidechsenähnliches Reptil, teilte das Museum für Naturkunde am Montag in Chemnitz mit. Oberarmknochen, Extremitäten, Wirbelsäule, Rippen und ein Teil des Schädels seien im Gestein erhalten geblieben. Der kleine Saurier ist das erste Tier, das bei den Ausgrabungen im Stadtteil Hilbersdorf entdeckt wurde. “Durch diesen Fund wird es möglich, komplexe Nahrungsketten und Lebensräume zu rekonstruieren“, sagte Museumsdirektor Ronny Rößler.

Die Wissenschaftler bezeichneten ihren Fund in einer Mitteilung als “absolute Sensation“. Im gesamten Erzgebirgsbecken seien in den vergangenen 150 Jahren nur eine Fährte und zwei Knochen gefunden worden, hieß es. Mit der jetzigen Entdeckung vergleichbare Skelettfunde habe es in ganz Europa erst zweimal gegeben.

Das Skelett soll nun präpariert und danach im Naturhistorischen Museum in Schleusingen (Thüringen) genau bestimmt werden. Die Chemnitzer Wissenschaftler hatten im April 2008 damit begonnen, den “Versteinerten Wald“ systematisch freizulegen. Seitdem wurden Hunderte verkieselte Pflanzen entdeckt, die vor 290 Millionen Jahren bei einem Vulkanausbruch konserviert worden waren. Die ersten Bäume des verschütteten Waldes waren vor rund 300 Jahren entdeckt worden.

dpa

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