Cabrio verrät Hure, die Hartz IV bezieht

Hagen - Eine Hure hat jahrelang Hartz IV bezogen, obwohl sie mit ihrem Gelegenheitsjob ausreichend Geld verdient hat. Nun sind ihr Prüfer wegen eines dummen Fehlers auf die Schliche gekommen.

Ein Luxus-Cabrio direkt vor der Wohnung ließ sie auffliegen: Eine Gelegenheitsprostituierte hat sich mit ihren freiberuflichen Einnahmen und Hartz IV komfortable Verhältnisse geschaffen. Jetzt fiel die Mutter auf, weil sie ihr neues Auto vor dem Haus geparkt hatte, wie die Polizei im westfälischen Hagen am Mittwoch berichtete.

Vier Jahre lang hatte die heute 38-Jährige soziale Unterstützung für sich und ihre zwei Kinder erhalten. Nebenbei ging sie an Wochenenden in verschiedenen Etablissements im Ruhrgebiet anschaffen. Auf diese Weise verdiente sie monatlich mehrere tausend Euro. Das Jobcenter bemerkte jahrelang nichts, bis Prüfer der Sozialbehörde das Cabrio vor dem Haus sahen. Bei einer Nachfrage gab die Alleinerziehende an, dass sie das Fahrzeug zu einem Schnäppchenpreis ergattert habe - für 48.000 Euro statt 56.000. Sie habe es mit einer Anzahlung von 7000 Euro und Leasingvertrag finanziert.

Da sie Hartz-IV-Betrug vermuteten, durchsuchten Polizei und Prüfer das Haus und stießen auf die spezielle Arbeitskleidung der Frau. Da eine genauere Untersuchung noch nicht abgeschlossen ist, darf die Frau vorerst weiter mit ihrem Auto fahren. Wie es mit einem Strafverfahren, Hartz-IV-Rückzahlungen oder Steuernachzahlungen aussieht, blieb zunächst unklar.

dpa

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