Busunglück, weil der Fahrer die Regeln nicht kannte

+
Busunglück auf der A9 bei Dessau.

Kopenhagen - Der Grund für das Busunglück auf der A9 bei Dessau, bei dem ein dänischer Reisebus umkippte und drei Menschen starben, scheint Unkenntnis der deutschen Verkehrsregeln zu sein.

Ein Busunglück mit drei Toten am Wochenende bei Dessau hat nach Angaben der Verantwortlichen in Dänemark Unkenntnis deutscher Verkehrsregeln offenbart. Die Staatsanwaltschaft Dessau- Roßlau geht bei dem verunglückten Bus mit 66 Insassen von überhöhter Geschwindigkeit aus. Wie der zuständige Busunternehmer Mogens Pedersen von “Egon Ruristbusser“ am Dienstag in einer in Kopenhagen verbreiteten Presseerklärung angab, sei er selbst davon ausgegangen, dass der Bus einschließlich eines Anhängers auf deutschen Autobahnen bis zu 100 km pro Stunde fahren durfte.

Lesen Sie auch:

Drei Tote bei Busunglück auf A9

Busunglück auf der A 9: Fahrlässige Tötung?

Erst jetzt sei er darauf hingewiesen worden, dass nur 80 km/h erlaubt waren. Der bei dem Unfall schwer verletzte Fahrer sei “in demselben Glauben“ gewesen, hieß es. Pedersen meinte: “Natürlich gehört zu meiner Verantwortung, alle Regeln gründlich zu kennen. Ich bedaure zutiefst, dass ich in gutem Glauben falsche Angaben weitergegeben habe.“ Damit wolle er nicht dazu Stellung nehmen, ob tatsächlich zu hohe Geschwindigkeit das Unglück ausgelöst habe.

Der Bus war auf der Autobahn 9 (Berlin-München) mit Winterurlauber nachts auf dem Weg nach Österreich gegen die mittlere Leitplanke gerast und umgekippt. Zwei Mitarbeiterinnen eines Freizeitheimes in Kopenhagen sowie ein mitgereister Vater starben. Gegen den 49 Jahre alten Busfahrer wird wegen fahrlässiger Tötung und fahrlässiger Körperverletzung ermittelt.

dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare