Bio-Eier mit Dioxin auch in Sachsen-Anhalt

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Auf zahlreichen Höfen wurden Dioxin-Rückstände in Eiern gefunden.

Magdeburg - Auch auf einem Geflügelhof in Sachsen-Anhalt sind Rückstände von Dioxin in Eiern gefunden worden. Einige Supermarktketten ziehen bereits Konsequenzen.

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Bei einer Eigenkontrolle des Betriebes seien die giftigen Chemikalien in mehreren Eiern festgestellt worden, sagte der Sprecher des Agrarministeriums, Detlef Thiel, am Freitag in Magdeburg der Nachrichtenagentur dpa. Genaue Untersuchungen müssten aber noch ergeben, ob sich der Befund bestätigt. Die Ergebnisse sollen nächste Woche vorliegen. Nähere Angaben über den Geflügelhof wollte der Sprecher nicht machen.

Dioxine sind in bestimmten Konzentrationen giftig. Das Bundesinstitut für Risikobewertung sieht allerdings keine Gefahr durch Dioxinfunde in Eiern und Bio-Futtermittel. Eine Untersuchung habe ergeben, dass keine akute Gesundheitsgefahr bestehe, sagte eine Sprecherin des Bundesministeriums für Verbraucherschutz am Freitag der Nachrichtenagentur dpa. Die Behörden in Nordrhein-Westfalen hatten rund ein Dutzend Hühnerhöfe gesperrt. Zuvor waren bereits zwei Höfe in Niedersachsen betroffen, nachdem erhöhte Dioxinwerte registriert worden waren. Bei Futtermittel aus den Niederlanden, das im Winter zum Einsatz kam, war Dioxin- belasteter Mais aus der Ukraine verarbeitet worden. In Eiern mehrerer deutscher Biohöfe wurden Dioxine gefunden, die von verschmutztem Biofutter eines niederländischen Unternehmens stammen.

Lidl und Rewe ziehen Konsequenzen

Die Supermarktketten Lidl und Rewe hatten Bioeier bereits am Donnerstag aus den Ladenregalen genommen.

dpa

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