„Gilt auch dann“

Corona-Lockdown in Bayern: Söder will harte Regel auch an Weihnachten durchziehen

Über den bundesweiten harten Lockdown ab Mittwoch hinaus erwägt Bayern, eine Ausgangssperre ab 21 Uhr einzuführen. Diese soll auch an Weihnachten gelten.

  • In Bayern soll in der Corona-Pandemie ab Mittwoch eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr gelten.
  • Diese Regel wird auch an Weihnachten durchgesetzt - die familiären Feierlichkeiten enden also um spätestens 21 Uhr.
  • Ministerpräsident Markus Söder begründet diese Regelung mit der hohen bayernweiten Sieben-Tage-Inzidenz.

München - Ministerpräsident Markus Söder lässt keinen Zweifel, als er am Montagmorgen ein Interview im Bayerischen Rundfunk gibt: Ja, die Ausgangssperre wird auch an Weihnachten gelten. Heiligabend, erster und zweiter Weihnachtsfeiertag enden also im Familienkreis schon vor 21 Uhr. Viele Menschen fragen sich aber, wie Weihnachten 2020 denn ablaufen soll, angesichts der neuen Lockdown-Regelungen.

Auch an Weihnachten dürfen die Menschen in Bayern die Häuser nicht nach 21 Uhr verlassen.

Ausgangssperre in Bayern: Corona-Regeln für Lockdown sollen ab Mittwoch gelten

Die Ausgangssperre soll in Bayern zusätzlich zu den am Sonntag beschlossenen Maßnahmen eines harten Lockdowns in der Corona-Pandemie ab Mittwoch gelten. Bundesweit wird sie nicht eingeführt. Alle bayerischen Bürger dürfen dann ab 21 Uhr bis 5 Uhr das Haus nicht verlassen. Bislang galt dies nur in Hotspot-Regionen mit einer Inzidenz von über 200. Markus Söder erklärte am Sonntag kurzerhand ganz Bayern für einen Hotspot, nachdem die bayernweite Inzidenz auf 200 gestiegen war.

Die Ausgangssperre gilt also auch für den Heimweg von der Weihnachtsfeier mit der Familie. Diese ist ja erlaubt, zumindest mit dem eigenen Hausstand und vier weiteren Personen, Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt.

Ausgangssperre auch an Weihnachten: Christmette ist von Lockdown-Regel ausgenommen

Im Beispiel für Corona-Weihnachten in Bayern heißt das: Oma und Opa, Schwester und Ehemann sowie deren Kinder dürfen Familie Mustermann (Eltern, zwei Kinder) an Weihnachten zwar besuchen, gemeinsam Bescherung feiern, essen. Das Ganze muss aber so enden, dass alle bis 21 Uhr wieder in ihrem eigenen Haus sind. Oder es übernachten eben alle - was die räumlichen Gegebenheiten bei den wenigsten hergeben werden.

Allerdings: Oma und Opa dürfen, kaum daheim angekommen, aber nochmal los und um 22 Uhr zur Christmette fahren und mit zig anderen Gläubigen eine Messe feiern. Gottesdienste sind an Weihnachten nämlich von der Corona-Ausgangssperre ausgenommen.

Über die Ausgangssperre hinaus, sollen ab Mittwoch weitere Regelungen den Kampf gegen das Coronavirus vorantreiben:

  • Der Einzelhandel schließt. Davon ausgenommen sind Geschäfte mit Dingen des täglichen Bedarfs wie beispielsweise Lebensmittelläden.
  • Dienstleister wie Friseure schließen.
  • Restaurants bleiben geschlossen, dürfen aber einen Mitnahme- und Lieferservice anbieten.
  • Der Konsum von Alkohol in der Öffentlichkeit ist verboten.
  • Kontaktbeschränkungen: Weiterhin dürfen sich nur zwei Haushalte, maximal fünf Menschen treffen. Kinder unter 14 Jahren sind davon ausgenommen. In Bayern soll eine Ausgangssperre ab 21 Uhr und bis 5 Uhr gelten.
  • Schulen und Kindertagesstätten schließen ab Mittwoch.
  • Betriebe sind dazu angehalten, ihren Mitarbeitern Home-Office oder Betriebsferien zu ermöglichen.

Rubriklistenbild: © Frank Rumpenhorst/dpa

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