Baby mit ungeprüftem Wirkstoff gerettet

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Baby Z wurde mit der Erbkrankheit “Molybdän-Cofaktor Defizienz“ geboren.

Köln - Deutsche Wissenschaftler haben einen Säugling mit einem experimentellen Wirkstoff vor dem sicheren Tod gerettet. Das heute 18 Monate alte Mädchen litt unter einer “Molybdän-Cofaktor Defizienz“.

Die Erbkrankheit führt zu giftigen Ablagerungen von Sulfid im Gehirn. Die Folge sind Krämpfe, Hirnschäden und meist schon der Tod im Kindesalter. Der Kölner Biochemiker Professor Günter Schwarz schickte den Ärzten in Melbourne ein bis dahin nur an Mäusen getestetes Medikament. Nach nur drei Wochen habe das unter dem Namen “Baby Z“ bekanntgewordene Kind die Klinik beschwerdefrei verlassen, sagte Schwarz am Donnerstag. Ein zweites Kind namens “Baby P“ werde in Deutschland mit dem Wirkstoff behandelt.

dpa

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