Alarm am Münchner Flughafen: Mann stürmt durch Kontrolle

München - Die Bundespolizei hat am Mittwochnachmittag das Terminal II des Münchner Flughafens gesperrt. Ein Mann war mit einer Tasche durch die Sicherheitskontrolle gestürmt.

Polizeisprecher Albert Poerschke erklärte gegen über der tz, was vorgefallen war: Ein Unbekannter hatte bei der Sicherheitskontrolle seine Tasche auf das Band gelegt. In der Tasche befand sich ein Laptop. Als Kontrolleure den Computer näher untersuchen wollten, stürmte der Mann mit der Tasche in den nichtöffentlichen Bereich davon. Ein großes Polizeiaufgebot habe daraufhin die Ebene gesperrt und die Suche nach dem Verdächtigen begonnen, teilte die Polizei weiter mit. Laut Nachtrichtenagentur dpa hatte bei dem Notebook das Sprengstoff- Erkennungsgerät angeschlagen.

Ob in dem Notebook tatsächlich Sprengstoff gewesen sei, stehe noch nicht fest, hieß es zunächst. Die Untersuchungen liefen am Abend noch. Zwei Ebenen des Terminals II des Flughafens wurden komplett abgeriegelt. Hunderte Passagiere und die Mitarbeiter der Geschäfte mussten erneut durch die Kontrollen.

Passagiere mussten aus Flugzeugen steigen

Alle Passagiere, die bereits die Sicherheitskontrolle passiert hatten und in ihren Flugzeugen saßen, mussten noch einmal durch die Kontrolle. Auch die Lokale und Geschäfte in der Abflughalle mussten geschlossen und geräumt werden.

Der Vorfall ereigneten sich gegen 15.40 Uhr an der Abflugkontrolle. Dort geht inzwischen nichts mehr: Zahlreiche Passagiere sollen vor der Kontrolle warten.

Die polizeilichen Maßnahmen hatten eine erhebliche Behinderung von Starts und Ankünften der Flugzeuge zur Folge. Es gab Verspätungen, sagte der Polizeisprecher.

Flugzeuge starten nicht

Wie der Polizeisprecher sagte, war der Passagier außer dem Notebook vermutlich ohne Gepäck. Eine der gesperrten Ebenen diene der Abfertigung für sogenannte Schengen-Flüge. Für diese Ziele in Europa müsse der Fluggast nicht durch eine Passkontrolle, sondern lediglich durch die übliche Sicherheitsschleuse.

Die polizeilichen Maßnahmen hatten eine erhebliche Behinderung von Starts und Ankünften der Flugzeuge zur Folge. Die Abflüge der nächsten Stunden vom Terminal II sind offenbar gestrichen. Zahlreiche Maschinen fallen damit aus. Bei mehr als 100 Flügen kommt es nach Angaben des Flughafens zu Verspätungen.

mm/tz/dpa

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