Herbertstraße wieder offen

Ab heute sind bezahlte Liebesdienste wieder erlaubt – außer ein paar spezieller Tätigkeiten

Hamburg: Sexarbeiterinnen demonstrieren in der Herbertstraße auf dem Hamburger Kiez gegen ein Arbeitsverbot im Rotlichtsektor
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Demo-Rufe wurden erhört: Die Herbertstraße hat wieder geöffnet.

Die Rotlicht-Branche kann mit Einschränkungen wieder in den Beruf starten. Eine Hamburger Dame erklärt, was trotzdem noch nicht erlaubt ist.

Hamburg – Nach Monaten des beruflichen Stillstands darf die Herbertstraße in Hamburg endlich wieder öffnen, wie 24hamburg.de berichtet. Für Arbeiterinnen wie Josefa Nereus ist dieser Schritt zurück in die Normalität ungeheuer wichtig, denn seit einem Jahr wird ihr ganzer Berufszweig nun schon von Existenzängsten und Finanznöten geplagt. Mit gewissen Einschränkungen darf sie nun aber wieder arbeiten und Kunden in ihrer Ein-Zimmer-Wohnung empfangen. Wie in den meisten Berufen gilt aber auch hier: Ein negativer Corona-Test und ein Mund-Nase-Schutz sind Pflicht.

Das wiederum schließt erotische Tätigkeiten mit dem Mund komplett aus, doch für Josefa und ihre Kunden ist das kein Problem. Tatsächlich sei das Wichtigste nach dieser langen Zeit des Alleinseins ohnehin meist die Nähe und der Geschlechtsverkehr trete ein wenig in den Hintergrund, so die 36-Jährige. Zur Feier der Wiedereröffnung am Freitag, 11. Juni, wurden in der Herbertstraße eine Demo und eine Vernissage veranstaltet, um die Rückkehr ins Rotlicht gebührend zu feiern. * 24hamburg.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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