300.000 Schulverweigerer in Deutschland

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Rund 300 000 Schüler in Deutschland weigern sich, regelmäßig in die Schule zu gehen.

Osnabrück - Rund 300 000 Schüler in Deutschland weigern sich, regelmäßig in die Schule zu gehen. Ihnen könne nur mit einer engen Vernetzung zwischen Schule und Jugendhilfe geholfen werden.

Das sagte Professor Karlheinz Thimm von der Evangelischen Fachhochschule Berlin am Dienstag bei einer Fachtagung in Osnabrück. Problemfamilien müssten aufgesucht werden, Lehrer sich zudem um die Kinder bemühen. “Schule muss aber auch ein Ort sein, an dem man sich wohl fühlt“, sprach Thimm. Schüler, die im Halbjahr mehr als zehn Tage unentschuldigt fehlen, gelten als Schulverweigerer.

Besonders nach dem Übergang von einer Schulform auf die andere, etwa vom Wechsel von der Grundschule auf eine weiterführende Schule, schwänzen die Schüler, erläuterte die Leiterin der Jugendsozialarbeit im Landkreis Osnabrück, Susanne Steininger. “Wir müssen also vor allem bei diesen Übergängen Hilfen anbieten“, sagte sie.

Die meisten Verweigerer gibt es an Haupt-, Förder- und Realschulen. Bund und Länder haben die Absicht mit Hilfe von Förder- und Betreuungsangeboten bis zum Jahr 2015 die Quote der Schulabbrecher von heute acht Prozent zu halbieren, sagte der Staatssekretär im Bundesfamilienministerium, Gerd Hoofe.

dpa

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