Schriftstellerin

Zeruya Shalev wünscht sich Liebe als Schulfach

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Die israelische Schriftstellerin Zeruya Shalev plädiert für Liebe als Schulfach. Foto: Arno Burgi/dpa-Zentralbild

Für Zeruya Shalev steht fest: Der Umgang mit Enttäuschungen ist genauso wichtig wie Mathematik. Deswegen sollte Liebe ihrer Meinung nach Schulfach werden. Dieses würde vor allem Jungs helfen.

Berlin (dpa) - Die Schriftstellerin Zeruya Shalev (58) wünscht sich eine bessere Vorbereitung von Schülern auf Enttäuschungen im Leben. "Liebe sollte ein Schulfach sein", sagte Shalev der "Süddeutschen Zeitung".

Die Autorin der Romantrilogie "Liebesleben", "Mann und Frau" und "Späte Familie" erklärte auch, warum: "Kinder müssen lernen, wie man miteinander redet, sie müssen auf Enttäuschungen vorbereitet werden und dürfen keine Angst haben, auch mal verletzt zu werden. Das wäre ebenso wichtig wie Mathematik."

"Erst wenn man die ganzen Enttäuschungen hinter sich lässt, die im Laufe einer Liebe auftauchen, hat eine Beziehung eine echte Chance", meinte die zum dritten Mal verheiratete Mutter mehrerer Kinder. Von Männern werde generell zu viel erwartet. Sie wollten immer stark sein und ihre Gefühle verstecken. "Diese Erwartungen kann natürlich niemand erfüllen", sagte Shalev der Zeitung. Auch Frauen enttäuschten: "Trotzdem ist es schwerer, ein Mann zu sein." Frauen hätten es leichter, weil sie über Peinlichkeiten ebenso sprächen wie über ihre Schwächen und Dummheiten.

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