Wegen Betrug: Jürgen Emig im Gefängnis

Frankfurt/Main - Der frühere Sportchef des Hessischen Rundfunks Jürgen Emig ist im Gefängnis. Er verbüßt die Strafe dafür, dass er offenbar Sponsorengelder in die eigene Tasche wandern ließ.

Der frühere HR-Sportchef Jürgen Emig hat seine Haftstrafe angetreten. Die Frankfurter Staatsanwaltschaft bestätigte am Freitag einen Bericht des Hessischen Rundfunks, wonach der Journalist bereits am 3. Mai im Gefängnis erschienen ist.

Emig, der unter anderem die ARD-Sportschau moderiert und Tour-de-France-Übertragungen kommentiert hatte, war vom Frankfurter Landgericht zu zwei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe wegen Untreue und Bestechlichkeit in einem besonders schweren Fall verurteilt worden.

Der 64-Jährige hatte versucht, Revision gegen das Urteil aus dem Jahr 2008 einzulegen. Im vergangenen Jahr hatte der Bundesgerichtshof diese Revision jedoch verworfen. Emig hatte nach Überzeugung der Richter etwa 300.000 Euro an Sponsorengeldern und von Sportveranstaltern zulasten des Hessischen Rundfunks in die eigene Tasche gewirtschaftet. Dies lief dem Urteil zufolge über die Agentur seiner Ehefrau, die eigens dafür gegründet wurde.

Laut Staatsanwaltschaft wurde die 48-Jährige inzwischen zu einer einjährigen Bewährungsstrafe wegen Beihilfe zur Bestechlichkeit in sechs Fällen verurteilt. Außerdem verhängte das Landgericht 18.000 Euro Geldstrafe und als Bewährungsauflage eine Geldbuße in Höhe von 80.000 Euro. Das Urteil ist bereits rechtskräftig.

apn

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