Projekt "Ich schaue hin!"

Stars unterstützen Kampagne gegen Armut

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Der irische Musiker Bono von der Band U2 spricht in Berlin anlässlich des Starts der ONE-Kampagne zur Bundestagswahl "Ich schaue hin!".

Berlin - Schon 2030 könnte extreme Armut weltweit beendet sein - meint eine Initiative. Prominente wie Bono oder Herbert Grönemeyer wollen der Politik deshalb im Wahljahr verstärkt auf die Finger schauen.

Hinschauen - das wollen Bono (52), Herbert Grönemeyer (56) und Anna Loos (42) für eine neue Kampagne im Kampf gegen extreme Armut. Dabei setzen sich die Musiker und die Schauspielerin vor allem dafür ein, dass die Bundesregierung ihre Versprechen mit Blick auf mehr Entwicklungshilfen schnellstmöglich umsetzt.

„Die Bundesregierung hängt ganz stark hinterher mit ihren Versprechen“, sagte Grönemeyer bei der Vorstellung der Kampagne „Ich schaue hin!“ der Organisation One am Montag in Berlin. „Und deshalb sind wir auch heute hier. Weil wir klarstellen wollen, sie sollen nicht denken, das verschlabbert.“ Er denke, die deutsche Öffentlichkeit sei sehr interessiert an Armutsbekämpfung. Das Ziel ist im EU-Stufenplan festgelegt - er sieht vor, 0,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts in Entwicklungspolitik zu investieren. Deutschland zahlte 2012 etwa 0,38 Prozent.

Bono: Extreme Armut kann beendet werden

Die Unterstützer der Kampagne wollen sich gegen extreme Armut vor allem in Entwicklungsländern stark machen. Davon sind Menschen betroffen, die von weniger als rund einem Euro am Tag leben müssen. Die Zahl der Betroffenen sei in den letzten 20 Jahren halbiert worden, sagte U2-Sänger Bono. Und die Daten zeigten, dass extreme Armut bis zum Jahr 2030 beendet werden könne. Bono ist Mitbegründer der Organisation One, ihm zur Seite stehen andere Prominente ebenso wie Experten aus Politik und Wissenschaft.

Zu der neuen Kampagne gehört etwa ein Film, in dem Anna Loos spricht. Außerdem sollen 50 jugendliche Botschafter aus ganz Deutschland in ihrer Heimat auf die Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit aufmerksam machen.

„Wir sind dafür da, ununterbrochen Druck auszuüben“, sagte Grönemeyer über die Rolle der Prominenten. Und die gefällt ihm. „Dass man was erreichen kann, macht richtig Laune. Ich finde das auch aus egoistischem Sinne. Man hat sonst nicht so viel Spaß im Leben - und das macht tierisch Spaß.“

dpa

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