Peter Maffay erhält den Toleranzpreis

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Peter Maffay

Tutzing - Der Sänger Peter Maffay ist am Dienstag mit dem Toleranzpreis der Evangelischen Akademie Tutzing ausgezeichnet worden.

Schon vor dem Festakt im Tutzinger Schloss diskutierte der 62-Jährige mit mehr als hundert Schülern über seine Arbeit und die von ihm angestoßenen sozialen Projekte. Der Musiker setzt sich seit Jahren für sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche ein und unterhält dazu in Deutschland, Rumänien und auf Mallorca drei Stiftungen.

Peter Maffay beantwortete nach Teilnehmerangaben geduldig und „erstaunlich offen“ die Fragen der jungen Menschen. „Ich war eine Niete“, sagte er etwa zu seinen Leistungen in der Schule. Er habe aber schon mit 14 Jahren in einer Band gespielt. Am Abend hielt der Präsident des Europäischen Parlaments und deutsche SPD-Politiker Martin Schulz die Laudatio auf den Rocksänger. Maffay erhielt die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung in der Kategorie „Lebenswerk“.

Den von der Evangelischen Akademie erstmals vergebenen und mit 2500 Euro verbundenen Preis zur Förderung der Zivilcourage bekam das „Bayerische Bündnis für Toleranz - Demokratie und Menschenwürde schützen“. Sein Sprecher, der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, und das Gründungsmitglied Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, nahmen die Auszeichnung entgegen. Die Laudatio auf sie hielt die Publizistin Lale Akgün.

Die Preisträger wurden von einer Jury unter Vorsitz des Leiters des Politischen Clubs der Evangelischen Akademie, Ex-Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU), ausgewählt. Der Toleranzpreis wird seit 2000 alle zwei Jahre vergeben. Bisherige Preisträger sind unter anderem Alt-Bundespräsident Roman Herzog und der Dirigent Daniel Barenboim.

dpa

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