"Mit der Zange"

Nach Schlägerei in Münchner Hotel: Liam Gallagher beschuldigt Polizei ihm die Zähne gezogen zu haben

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Liam Gallagher 20017 bei Rock im Park. Foto: Daniel Karmann

Ein echter Rockmusiker muss einiges einstecken können. Liam Gallagher wärmt jetzt eine alte Geschichte neu auf und erhebt schwere Anschuldigungen.

London - Ex-Oasis-Sänger Liam Gallagher (45) sieht sich als Opfer der deutschen Polizei. Der notorische Streithahn hatte bei einer Schlägerei im „Night Club“ des Bayerischen Hofs im Dezember 2002 zwei Schneidezähne verloren. Nun behauptete Gallagher in einem am Montag veröffentlichten „Guardian“-Interview, die Zähne seien ihm von der Polizei „mit der Zange“ gezogen worden. Seiner Darstellung nach zogen „die verdammten deutschen Polizisten“ sie zur Rache, während er bewusstlos war. Gallagher hatte einem Polizisten gegen die Brust getreten, als der ihn bei der Massenschlägerei zwischen den Bandmitgliedern und italienischen Touristen festnehmen wollte. „Ich glaube, die haben mir in dem verdammten Kastenwagen eins übergezogen, dann haben sie gesagt, dir zeigen wir’s, du Arsch.“ Warum er sich so sicher sei: Er habe am nächsten Tag schon wieder pfeifen können. Daher könne es unmöglich sein, dass die Zähne wegen Schlägen herausfielen.

„Wenn ich dir auf die Fresse hauen würde, hättest du doch eine dicke Lippe, oder?“ Gallagher war damals bei der Schlägerei, in die mehrere Band-Mitglieder verwickelt waren, mit über zwei Promille gut alkoholisiert und wanderte in die Haftzelle. Erst gegen 250 000 Euro Kaution kam die Oasis-Clique auf freien Fuß. Das Verfahren gegen Gallagher wurde später gegen eine Zahlung von 50 000 Euro eingestellt. Was auch immer Liam Gallagher für die Wahrheit hält – ein Waisenknabe ist der jüngere der beiden Gallagher-Brüder selbst nach eigener Einschätzung nicht: „Wenn ich nicht in einer Gitarren-Band wäre, dann würde ich jetzt wohl Drogen verkaufen oder säße im Knast oder wäre tot“, sagte er dem Guardian.

dpa

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