Kollegin Kleinert leidet mit Kachelmann

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Claudia Kleinert leidet mit Jörg Kachelmann

Berlin - Wetterfee Claudia Kleinert leidet mit ihrem Chef, Jörg Kachelmann, der seit 20. März wegen des Verdachts der Vergewaltigung im Gefängnis sitzt. Sie könne sich das alles nicht vorstellen.

Sie hat den TV-Meteorologen Jörg Kachelmann so lange durchs Leben begleitet wie nur wenige andere: die ARD-Wetterfee Claudia Kleinert. Die Verhaftung ihres Chefs, der seit dem 20. März wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung in Untersuchungshaft sitzt, traf die 40-Jährige schwer, wie sie jetzt in einem Gespräch mit der ARD-Porträtreihe “Höchstpersönlich“ einräumt, das an diesem Samstag (15.03 Uhr) in der ARD ausgestrahlt wird. “Man leidet natürlich unglaublich mit, kann auch überhaupt nicht glauben, dass so etwas möglich ist“, zitierte der Hessische Rundfunk (hr) Kleinert in der Vorankündigung des Films.

Vor zwölf Jahren entdeckte Kachelmann die gebürtige Koblenzerin für seinen neuen Wetterkanal. Seitdem arbeiten beide in Kachelmanns Firma Meteomedia zusammen und moderieren die ARD-Wetterberichte. “Man kennt sich zwar nicht so gut, trotzdem denkt man: Das ist unmöglich, das kann einfach nicht sein. Dann belastet es einen natürlich auch. Man kann, wenn so etwas ist, nicht einfach lächelnd vor der Kamera stehen. Andererseits: Es ist ein Job!“ Kleinert lebt an zwei Standorten. Die eine Hälfte des Jahres verbringt sie in einem kleinen Dorf im Appenzeller Land in Sichtnähe ihres Arbeitgebers, die andere Hälfte lebt sie in Köln. Doch über der Zukunft steht ein Fragezeichen.

Seit Kachelmann in Untersuchungshaft sitzt, sind die Mitarbeiter von Meteomedia besorgt. “Dann gibts natürlich diese Unsicherheit, dass man nicht wusste, was passiert jetzt“, sagt Kleinert weiter. “Dass man dachte, mein Gott, das kann doch nicht sein. Wie gehts ihm denn jetzt, wie schlimm ist das, oder: Wie geht's weiter?“ Ihre Zukunft sieht die studierte Betriebswirtin Kleinert - unabhängig von den aktuellen Vorgängen - laut “Höchstpersönlich“ nicht mehr nur beim Wetter, sondern bevorzugt als TV- Wirtschaftsjournalistin oder Moderatorin eines Magazins.

dpa

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