Preisgekrönter Autorenfilmer erlag Krebs

„Kaspar Hauser“-Regisseur Sehr gestorben

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Peter Sehr erlag 61-jährig dem Krebs.

München - Zu seinen großen Erfolgen gehört der Film „Kaspar Hauser“, seine Leidenschaft war das Kino abseits des Mainstreams. Regisseur Peter Sehr stirbt mit 61 Jahren an Krebs.

Das teilte sein Pressesprecher in Berlin mit. Peter Sehrs letzter Spielfilm über den bayerischen König „Ludwig II.“ war im Dezember in die Kinos gekommen. Zu seinen erfolgreichsten Filmen gehören „Kaspar Hauser“ (Deutscher Filmpreis 1994) mit André Eisermann, Uwe Ochsenknecht, Katharina Thalbach und Peter Lohmeyer von 1993 und "Love the Hard Way" (Silberner Leopard des Internationalen Filmfestivals von Locarno 2001, Bayerischer Filmpreis 2002).

Er unterrichtete auch an der Hochschule für Fernsehen und Film in München und an der Filmakademie Baden-Württemberg. Mit seiner Frau Marie Noëlle gründete er 1988 die Produktionsfirma „P'Artisan“. Zusammen brachten sie mehrere Filme auf die Leinwand, darunter auch das Historienstück „Die Frau des Anarchisten“ (2008) und das an den Kinokassen gefloppte Drama „Ludwig II.“.

Sehr hatte in Zürich Biophysik studiert und in Oxford promoviert. Dort leitete er die Filmgruppe der Universität und drehte erste Kurzfilme mit seiner späteren Frau und Regiepartnerin Noëlle. Seit 1982 hatte er als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent in München gelebt. Außerdem war Sehr Mitbetreiber des Münchner ARRI Kinos und Mitglied der Deutschen, Deutsch-Französischen und Europäischen Filmakademie. Der Regisseur arbeitete viel mit französischen und spanischen Filmschaffenden zusammen. Vom französischen Kultusministerium erhielt er den Orden der Künste und der Literatur.

dpa

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