Hört am liebsten Richard Strauss: Harald Schmidt

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Moderator Harald Schmidt wird ruhiger. Die ernstere Art steht dem einstigen Lästermaul sehr gut.

München - Harald Schmidt hat noch nie ein Blatt vor den Mund genommen. Seine lockeren Sprüche sind legendär. Schon in seinem Format "Schmidteinander" begeisterte er damit seine Fans. Er ist ernster geworden.

Harald Schmidt hört am liebsten klassische Musik von Richard Strauss und Robert Schumann. Früher habe er keine Zugang zu diesen Komponisten gehabt, sagte der Entertainer der Zeitung “Die Welt“. “Ich konnte mir nicht vorstellen, so etwas wie den 'Rosenkavalier' oder die 'Alpensinfonie' anzuhören. Neulich im Auto habe ich 'Ein Heldenleben' gehört. Wahrscheinlich hat es auch mit dem Alter zu tun“, sagte Schmidt, der am Donnerstag das Silvesterkonzert der Berliner Philharmoniker moderieren sollte. Er könne erahnen, welches Niveau er dabei zu hören bekomme, sagte Schmidt. “Ich habe Klavierunterricht gehabt und das zwölf Jahre lang. Damit bin ich ein relativ erfahrener Amateur.“

Seine spitze Zunge ist legendär

Harald Schmidts beste Sprüche zum Advent

Heute über er aber nur noch zweimal die Woche eine Stunde lang. Die öffentliche Person Harald Schmidt sei zum Teil eine Rolle, die über die Jahre hinweg perfektioniert worden sei, sagte der Moderator. “Ich habe mich doch nicht hingesetzt und darüber nachgedacht, wie ich mich als Kunstfigur kreiere. Man macht sein Ding und wird von außen gesehen. Ich hab mit der Zeit gelernt, mich damit zu arrangieren und bediene auch dieses Bild. Manchmal bin ich auch kontraproduktiv mit diesen Erwartungshaltungen. Aber so geht jahraus, jahrein der Markt dahin. Wenn ich Glück habe, werde ich 53 im August und bin immer noch dabei.“

dpa

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