Doris Heinze: Sie klagt gegen fristlose Kündigung

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Doris Heinze will gegen die fristlose Entlassung klagen.

Hamburg - Doris Heinze sieht formalen Fehler in ihrer fristlosen Kündigung. Wie sie jetzt mitteilte, wird sie vor dem Arbeitsgericht dagegen vorgehen. Staatsanwaltschaft Hamburg ermittelt gegen sie wegen Betrugs.

Die unter Betrugsverdacht stehende frühere NDR-Fernsehspielchefin Doris Heinze wehrt sich vor Gericht gegen ihre fristlose Entlassung. Wie das Hamburger Arbeitsgericht am Freitag mitteilte, will sie den Fortbestand ihres Arbeitsverhältnisses erreichen. Laut Gericht führt Heinze formale Fehler des NDR bei der Kündigung an, außerdem fehle ein den gesetzlichen Anforderungen entsprechender Kündigungsgrund. Heinze hatte laut NDR zugegeben, dass sie unter dem Pseudonym Marie Funder zwei Drehbücher und einen Entwurf verfasst hatte.

Über ihre Autorenschaft informierte sie demnach nicht ihren Arbeitgeber. Der NDR zahlte das Honorar dafür an externe Produktionsfirmen. Heinze hätte nur die Hälfte bekommen, wenn sie korrekt abgerechnet hätte. Außerdem räumte Heinze laut NDR ein, dass sie ihrem Ehemann unter Ausnutzung ihrer Position als Drehbuchautor Vorteile verschaffte. Er soll unter dem Pseudonym Niklas Becker fünf Drehbücher verfasst haben. Heinze soll auch im Jahr 2007 ein Drehbuch doppelt an zwei verschiedene Kunden verkauft haben. Heinze wurde fristlos gekündigt, nachdem der Fall nach Recherchen der “Süddeutschen Zeitung“ aufflog. Die Hamburger Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Betrugsverdachts.

Am Dienstag den 27. Oktober stehen sich die Kontrahenten erstmals vor Gericht gegenüber.

AP

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