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Deutsche Kreationen bei Eis-WM angetreten

Deutsche Eis-Kreation für die Weltmeisterschaft
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Giuseppe Cimino zeigt in seiner Eisdiele ein von ihm kreiertes Avocado-Physalis Sorbet Eis, mit dem er bei der Eismacher Weltmeisterschaft in Bologna teilnehmen wollte.

Joghurt ist nicht gleich Joghurt - davon ist Claudia Trotta überzeugt. Und hat gleich drei Variationen im Sortiment. Mit Giuseppe Cimino tritt sie aus Deutschland zur Eis-Weltmeisterschaft an.

Bologna - Zwei Eismacher sind mit ihren Kreationen bei der Eis-Weltmeisterschaft im italienischen Bologna für Deutschland angetreten.

Die Jury verkostete am Donnerstagvormittag unter anderem die Kreation „Physalis-Avocado Sorbetto“ von Giuseppe Cimino und „Edelweiss Ziegenjoghurt“ von Claudia Trotta. Beide haben ihre Eisdielen in Deutschland - Cimino im baden-württembergischen Rastatt und Trotta in Wernigerode in Sachsen-Anhalt. Bei der Meisterschaft treten insgesamt 32 Eismacher aus 18 Ländern, darunter auch Brasilien, Japan, Thailand und Saudi-Arabien, in vier Gruppen an. Die Titelvergabe war für den späten Donnerstagabend geplant (22.30 Uhr).

Eine elfköpfige Jury aus Eis-Experten bewertete unter anderem den Geschmack und das Präsentationsvideo der Kandidaten. Zu ihr gehörte auch der Mannheimer Dario Fontanella, dem die Erfindung des Spaghetti-Eis zugeschrieben wird. Konzentriert löffelten die Eismeister die cremig-süßen Leckereien. Danach war Zeit für Fragen und Fachsimpeleien. Neben Cimino und Trotta traten in Gruppe drei fünf Kandidaten aus Italien und Katarina Rankovic aus Österreich an.

Warum sie gleich drei verschiedene Joghurt-Sorten für ihre Kreation verwende, wollte ein Juror von Trotta wissen. Ihre Antwort: Jeder Joghurt habe eigene Eigenschaften, die sie in ihr Eis bringen wollte - den Geschmack des Ziegenmilch-Joghurts, die Konsistenz des Naturjoghurts und die „Cremigkeit“ des griechischen Joghurts.

Alle vier Jahre treten Eismacher aus aller Welt nach Angaben der Veranstalter bei der Eis-WM, der Gelato Festival World Masters, an. Dem Wettstreit gehen Qualifikationsrunden mit rund 3500 Kandidaten in den verschiedenen Ländern und Kontinenten voraus. Neben der Eis-Experten-Jury schleckten auch sechs Journalisten der internationalen Presse mit und bewerten die Beiträge. dpa

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