Protestaktion

Aborigine läuft quer durch Australien

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Der Australier Clinton Pryor (27) hat sich auf einen langen Marsch für Gerechtigkeit gemacht. Foto: Subel Bhandari

Er läuft und läuft und läuft... Ein Australier wandert über Tausende Kilometer durchs Land, um auf die Situation vieler obdachloser Ureinwohner aufmerksam zu machen. Sein Ziel ist es, am 3. September Canberra zu erreichen.

Campbelltown (dpa) - Der Australier Clinton Pryor (27) fordert mit einer Tausende Kilometer langen Wanderung quer durch Australien Gerechtigkeit für die Ureinwohner des Landes. Viele Aborigines sind obdachlos.

"Die Obdachlosen sind ein Produkt ihrer seit Jahrzehnten bestehenden Situation. Das alles passiert in einem Land, das Billionen Dollar im Jahr einnimmt", sagt Pryor. Er hoffe, mit seinem Lauf etwas an der prekären Situation der Aborigines ändern zu können.

Auch die eigene Lebensgeschichte treibt ihn an: Pryor ist selbst Aborigine und musste zwei Jahre auf der Straße leben, nachdem seine Familie 2003 aus ihrer Heimat vertrieben worden war. Seit knapp einem Jahr geht Pryor, der aus der entlegenen Region Kimberly im Staat Western Australia stammt, schon zu Fuß quer durch sein Heimatland und hat bereits mehr als 5000 Kilometer bis kurz vor Sydney geschafft.

Endstation soll am 3. September die Hauptstadt Canberra sein. Dort will Pryor mit führenden Politikern des Landes sprechen. Sechs Paar Schuhe hat er auf der langen Tour bereits verschlissen.

Webseite von Clinton Pryor

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