Andreas Schirneck begeisterte in der Salzkirche mit akustischen Songs

Young zu Ehren mit Gitarre

Tangermünde. Vieler Begrüßungsworte bediente er sich nicht. Sänger Andreas Schirneck legte bei seinem Konzert am Sonnabendabend gleich mit dem ersten Titel los. Sein Auftritt stand unter dem Thema „Neil Young wird 66 – und Tangermünde feiert mit“.

Zwar eine Woche vor dem richtigen Geburtstag, aber dennoch mit Young-Songs im Gepäck, begeisterte der Musiker schon gleich zu Beginn das Publikum, das an diesem Abend besonders zahlreich in die Tangermünder Salzkirche gekommen war. Kaum ein Stuhl war frei geblieben, schon lange vor Konzertbeginn waren die Sitze in den ersten Reihen besetzt gewesen. Lässig in Jeans, Holzfällerhemd und Kopftuch zeigte er einen Querschnitt aus dem Schaffen von Neil Young. „Über die alten Klassiker will ich hier die neuen Lieder aber nicht vernachlässigen“, kündigte Schirneck an, der als Duo-Partner von Klaus Renft bekannt wurde.

Und schon erklang „Big Time“, denn eine große Zeit sollte der Konzertabend werden, wobei sich Schirneck besonders freute, wieder in die Salzkirche eingeladen worden zu sein. Ein bisschen ruhiger als auf Partys, auf denen er sonst spielt, ginge es schon zu, erklärte er. Aber schließlich sei der Geburtstag von Neil Young auch erst in sieben Tagen.

Mit Gitarre, Mundharmonika und eben seiner Stimme selbst brachte er die ausgewählten Songs zum Klingen. Großer Technik bedurfte es bei dieser akustischen handgemachten Musik überhaupt nicht. Vor allem aber hatte er bei diesem Besuch das Klavier in der Ecke entdeckt und begleitete auch einige Songs darauf. Und das Publikum dankte es ihm. Still saß da niemand auf seinem Stuhl. Überall war rhythmisches Kopfnicken oder Fußwippen zu beobachten. Einige ließen es sich auch nicht nehmen, im hinteren Teil ein Tänzchen anzufangen, während Schirneck von einem „Besenspieler“ vor der Bühne unterstützt wurde.

Sein persönliches Lieblingslied sei des Titels wegen „Old Man“ meinte er schmunzelnd, bevor er die ersten Töne anschlug. Schade war nur, dass ob der zu laut gestellten Gitarre oftmals der Gesang zu sehr in den Hintergrund trat, aber das wurde dem Solo-Künstler gern verziehen. Lautstark verlangten die Besucher nach Zugaben. Nach zweieinhalb Stunden Musik inklusive kurzer Pause, wo CDs und DVDs erstanden und signiert werden konnten, ließ er noch zwei Extra-Stücke von Young erklingen, bevor er das Publikum nach Hause verabschiedete. „Vielleicht darf ich ja mal wieder nach Tangermünde kommen“, blickte er am Schluss in Richtung der Veranstalterinnen.

Von Bianca Lange

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