Wunsch nach Wohnbebauungen an den Töpferstiegen diskutiert

Wunsch nach Wohnbebauungen an den Töpferstiegen diskutiert

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Die Zuwegung An den Töpferstiegen lässt sich kaum als Straße bezeichnen.

Tangermünde – Wegen einiger Nachfragen zur möglichen Wohnbebauung An den Töpferstiegen (beidseitig) hat sich der Bau- und Verkehrsausschuss kurzfristig mit der Thematik auseinandergesetzt.

Ausschussvorsitzender Erik Weber (Freie Stadträte) hatte einige Anwohner des Weges zur Beratung eingeladen; andere kamen aus Interesse.

Die Frage „Kann, darf und soll An den Töpferstiegen gebaut werden?“, stand im Raum. Weber wisse, dass an der „Straße“ schon Wohnbebauung existiere, Strom und Trinkwasser anliege und eine Schmutzwasserentwässerung vorhanden sei – alles aber nur schwach dimensioniert. Jedoch sei der Weg nur zu einem Drittel erleuchtet.

„Die Zufahrt zu den Grundstücken kann man aber nicht Straße nennen“, meinte er und ließ zunächst die Anwohner zu Wort kommen. Bauwillige und Gartenbesitzer sprachen vor. Nun wurde die Diskrepanz zwischen den Wünschen und Vorstellungen der Anlieger und den Möglichkeiten der Stadt aber auch den gesetzlichen Bestimmungen, deutlich.

So müsse es eine ordentliche Entwässerung von Ab- und Regenwasser geben, Löschwasser müsse bereitgestellt und die Straßenbeleuchtung erweitert werden. Auch an der Straßenbreite für Liefer- und Entsorgungsfahrzeuge müsste gefeilt werden, sowie langfristig ein ordentlicher Straßenbau angegangen werden. „Allein der Straßenbau würde hohe Kosten verursachen, die zu 90 Prozent auf die Anlieger, auch wenn sie nur Gartenbesitzer sind, umgelegt werden würden“, wusste Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter für Investitionen und Liegenschaften.

Bei den Anwohnern machten sich lange Gesichter breit. Erste Stimmen gegen die Wohnbebauung wurden laut. „Die Stadtverwaltung würde Bauanträge wohl genehmigen“, sagte Weber, schlug aber wegen der zu erwartenden Kosten für die Anlieger vor, dass, wenn sie bauen wollen, eines der 60 in Tangermünde in Vorbereitung befindlichen Baugrundstücke dafür zu nutzen.

VON GÜNTHER KRACH

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