Laut Schild „Eisgang“ an der Fähre Grieben / Historisches Tief noch nicht erreicht

Zu wenig Wasser: Keine Fährverbindung

+
Die Fähre Ferchland-Grieben ist seit einigen Tagen wegen Niedrigwasser außer Betrieb.

Tangermünde / Grieben. Still ruht der See am Fähranleger in Grieben. Die Verbindung nach Ferchland ist wegen des aktuellen Niedrigwassers der Elbe infolge der lang anhaltenden Trockenheit seit einigen Tagen unterbrochen.

Wann der Betrieb wieder aufgenommen werden kann, bleibt ungewiss.

Trotz der Niederschläge der vergangenen Tage sinken die Wasserstände weiter. In Tangermünde betrug der Pegel laut Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes am gestrigen Sonntag exakt 103 Zentimeter: In den nächsten Tagen rechnen die Experten dann wieder mit leicht ansteigenden Werten. Zur kommenden Wochenmitte soll es allerdings wieder abwärts gehen.

Während in anderen Orten von Rekordniedrigständen der Elbe die Rede ist, bleibt der Pegel Tangermünde davon noch immer deutlich entfernt. Der niedrigste bekannte Wasserstand wurde dort mit 86 Zentimetern am 23. September 1947 notiert. In Magdeburg (Strombrücke) sieht es etwas dramatischer aus. Mit einem Pegelstand von 51 Zentimetern (Sonnabend) war man dort nur noch drei Zentimeter vom historischen Tief von 48 Zentimetern (22. Juli 1934) entfernt.

Auch andere Fährverbindungen im Land sind ausgesetzt oder nur noch eingeschränkt nutzbar. Offensichtlich waren die Betreiber der Fähre Ferchland-Grieben auf eine solche Situation im Sommer nicht vorbereitet. Auf dem Schild, das auf die Unterbrechung hinweist, ist das Wort „Eisgang“ nur lose überklebt. Angesichts der aktuellen Temperaturen, ein Schmunzler für diejenigen, die sich dorthin verirren.

Von Christian Wohlt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare