Fortbildungen können 2021 nachgeholt werden

Wasserretter in Tangermünde bleiben einsatzfähig

+
Auf dem Wasser im Tangermünder Hafen ist es momentan recht ruhig.

Tangermünde – Wie viele andere Gruppen auch musste die DLRG-Ortsgruppe Tangermünde ihren Übungsdienst einstellen. Zu einem Problem könnte dies theoretisch langfristig werden, wie Ortsgruppenvorsitzender Dietmar Schiess auf AZ-Nachfrage erklärt.

Die Aus- und Fortbildung steht still. Alles andere würde dem Grunderlass widersprechen, wie Schiess weiter ausführt. Dazu gehört nicht nur die Ausbildung auf dem Wasser, sondern auch der theoretische Unterricht an Land und das Konditionstraining in der Sporthalle.

Langfristig kann sich damit aber ein Problem ergeben: Ebenso wie Atemschutzgeräteträger der Feuerwehr müssen auch die Einsatztaucher vom DLRG regelmäßige Übungen absolvieren, damit sie weiterhin an Einsätzen teilnehmen dürfen. „Im Kalenderjahr sind das mindestens zehn Tauchgänge zu 30 Minuten“, erläutert Schiess. Darin liege dem DLRG-Chef nach jedoch weniger das Problem. Pro Tauchdienst würden, je nach Wetter auch mal zwei oder drei Tauchgänge gemacht. Wenn sich die Krise nicht zu lange zieht, könnten die notwendigen Dienste also auch in der zweiten Jahreshälfte untergebracht werden.

Schwieriger sei es da für andere Fortbildungen. Für eine Handvoll Mitglieder seien bereits Ausbildungstermine im April abgesagt worden.

Für die Ausbilder hat der Kreissportbund bereits eine Lösung gefunden: Sie müssen alle zwei Jahre ihre DOSB-Trainerlizenz erneuern. Wer es in diesem Jahr nicht schafft, kann sie 2021 nachholen. „Das nimmt ein wenig die Spannung raus“, freut sich Schiess über die gefundene Lösung.

VON STEFAN HARTMANN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare