Vom Keller bis zum Dach saniert

Diesterweg-Gymnasium wird „eine der modernsten Schulen der Altmark“

Die Zeichnung zeigt das künftige Dachgeschoss.
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Die Zeichnung zeigt das künftige Dachgeschoss.

Als Teil des Landesprogramms „Stark III“ wird auch das mehr als 100 Jahre alte Schulgebäude an der Lindenstraße, das seit 1990 als Diesterweg-Gymnasium genutzt wird, energetisch saniert.

Tangermünde – Durch neue Fenster und Türen, eine effektivere Heizung, ein neues Schwach- und Starkstromnetz sowie durch Dämmmaterial vor allem im Dachgeschoss soll Energie gespart werden. Dazu kommt eine elektronische Aufrüstung im Rahmen des „Digitalpakts“. Nicht zuletzt werden neue Sanitäranlagen installiert.

Seit Juni 2017 wird in und an dem Backsteingebäude mit Unterbrechungen gearbeitet. Ende 2019, dann im Juni 2020, sollte bereits alles geschafft sein, weil die eingeplanten 3,7 Millionen Euro und der Bewilligungszeitraum aufgebraucht seien – lautete der Plan. Im Gebäude wird aber noch immer gewerkelt, was aller Voraussicht nach bis Ende des Jahres der Fall sein wird. Die AZ hat sich in der Schule zum aktuellen Stand der Arbeiten umgeschaut.

Schulleiter Ronald Müller nahm sich Zeit für einen Rundgang vom Keller bis unter das Dach. Schnell war zu erkennen, dass viel geschafft ist, jetzt muss nach der Sanierung des Dachstuhls noch das Dachgeschoss ausgebaut werden, was viel Geld kostet. Auch Flure und das Treppenhaus sind zu malern. Vorsichtige Schätzungen belaufen sich auf noch einmal knapp eine Million Euro.

Die Dachschrägen sind noch nicht komplett verkleidet.

Mit der kompletten Dachneueindeckung begann alles, gefolgt von neuen Fenstern, die eine gute Wärme- und Schalldämmung bieten sowie Sonnenschutz beinhalten. „Oft hatten wir mehr als 32 Grad in den Klassenzimmern auf der Sonnenseite“, berichtet Müller. Für die neue Pelletheizung wurden strangweise moderne Heizkörper eingebaut, womit der größte Teil der energetischen Maßnahme geschafft ist. Deswegen sind einige Klassen in Containern sowie in die Se-kundarschule „ausgelagert“ worden. Weil nun auch noch das Raumprogramm verändert wurde, inklusive der Sanierung der Klassen- und Verwaltungsräume, der Türen sowie der Ausstattung muss auch künftig noch in Containern unterrichtet werden, aber nicht mehr in der Sekundarschule. Der Raummangel könne erst mit dem Dachgeschossausbau behoben werden. Dafür verfügt die Lehrstätte nun über eine nagelneue Mensa inklusive Essenausgabe. Die Klassenräume sind hell und mit Temperaturfühlern sowie WLAN und interaktiven Tafeln ausgerüstet. Im Flur hängt eine digitale Anzeige, ein Monitor, der die jeweilige Belegung der Räume ausweist. Viel Platz braucht auch der neu eingebaute Aufzug, der vom Keller bis unter das Dach führt. Die Außenfassade soll zunächst nicht modernisiert werden – aus Kostengründen und auch wegen des Denkmalschutzes.

„Ich bin froh, wenn alles vorbei ist. Die Lärm- und Staubbelästigung waren enorm, dafür haben wir aber bald eine der modernsten Schulen der Altmark, womit ich vor allem die Mensa, das WLAN, die Räume für Musik und Kunst, neben Zimmern für den Schülerrat, die Lehrer und anderes im Dachgeschoss meine“, resümiert der Direktor für die AZ. (gk)

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