Werbekampagne befürwortet

„Vieles hat zu lange gedauert“ – Vize-Bürgermeisterin stellt Corona-Folgen vor

Für Tische und Stühle, wie sie beispielsweise vor einem Eiscafé an der Langen Straße im Zentrum der Kaiserstadt stehen, müssen Gewerbetreibende Sondernutzungsgebühren zahlen.
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Für Tische und Stühle, wie sie beispielsweise vor einem Eiscafé an der Langen Straße im Zentrum der Kaiserstadt stehen, müssen Gewerbetreibende Sondernutzungsgebühren zahlen.

Tangermünde – Trotz fehlender Steuereinnahmen durch die Corona-Pandemie soll die Stadt auf die Sondernutzungsgebühren von Tangermünder Geschäftsleuten verzichten, hat diese Woche nach dem Wirtschaftsausschuss auch die Mehrheit des Ausschusses für Soziales, Bildung, Kultur und Sport bestimmt.

Mit dem Geld, bisher rund 25 000 Euro, soll eine Werbekampagne für Handel, Handwerk und Gewerbe in der Kaiserstadt gestartet werden (AZ berichtete). .

Gleich nach der Beschlussfassung durch den Stadtrat soll die Werbeaktion beginnen, die sich bis ins Jahr 2021 erstrecken könnte. Diskussionen gab es lediglich über die Zusammensetzung des Gremiums, zu dem neben wirtschaftlich Betroffenen ein Mitarbeiter der Finanzabteilung und ein Werbefachmann gehören. Die Frage nach der Kontrolle der Arbeit des Gremiums durch den AfD-Vertreter beantwortete Vize-Bürgermeisterin, Anka Bertkau mit dem Hinweis der Rechenschaftsplicht des Gremiums vor dem Stadtrat.

Die Verantwortliche nutzte die Beratung auch, um erneut eine Zustimmung der Ausschussmitglieder für das kostenlose Nutzen des Tangermünder Freibads durch Mitglieder der Feuerwehr und der DLRG aus der Einheitsgemeinde für das laufende Jahr zu erwirken. „Die so wichtige ehrenamtliche Tätigkeit der Kameraden und die Motivation von Kindern und Jugendlichen, diesen Organisationen beizutreten oder Mitglied zu bleiben, verlangt geradezu nach Privilegien“, begründete sie ihren Vorschlag. Das sahen auch die Ausschussmitglieder so.

Abschließend berichtete Bertkau noch über die schwere Zeit der Corona-Krise, die viel zusätzliche Arbeit vor allem für ihr Amt mit sich gebracht habe. Dass die Kindertagesstätten nach 30 Prozent Notbesetzung im Mai inzwischen wieder zu 70 Prozent ausgelastet seien, berichtete sie auch. Deshalb sei der Elternbeitrag im Mai ausgesetzt worden, was zwar schwer zu verkraften sei, aber gestattet worden ist.

Über die pandemiebedingten Schließungen von Geschäften, Gaststätten, Sportstätten und Museen, die auch kontrolliert werden mussten, und die nun schrittweise wieder geöffneten Einrichtungen, berichtete Bertkau auch. Vielen habe vieles „zu lange gedauert“, fügte sie hinzu.

Im Herbst sollen die Betonelemente für den Skaterplatz geliefert werden, teilte das Vize-Stadtoberhaupt mit. Das Stadion könne wieder genutzt werden, nicht zuletzt weil die Fußballer zur neuen Saison wieder trainieren müssten.

VON GÜNTHER KRACH

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