Grundschule seit der Wende nicht mehr „Heinrich Rieke“

Verwirrung über Namen

Witterungsbedingt kann an der Fassade nicht weitergearbeitet werden. Dafür wird über einen Namen diskutiert. Foto: Andrys

Tangerhütte. „Die Grundschule heißt schon lange nicht mehr Heinrich-Rieke-Schule“, klärte Ortsbürgermeister Gerhard Borstell die Mitglieder des Ausschusses für Bau, Umwelt, Wirtschaft und Verkehr auf. Diese zeigten sich verwundert.

„Das hat sich hier über die Jahre hinweg so eingebürgert. Zu DDR-Zeiten war dies das Gebäude der POS Heinrich-Rieke. Daraus ist nach der Wende dann eine Grundschule geworden, und durfte den Namen Rieke nicht mehr weitertragen. Er stand aber bis jetzt noch am Schulgebäude dran. Offiziell gilt bisher der Name Grundschule Tangerhütte. “.

Nach der Wende habe die Schulleitung zwar einen Antrag gestellt, den Namen Heinrich-Rieke Schule weiterführen zu dürfen, dieser sei aber abgelehnt worden, da dieser Name für eine Grundschule nicht geeignet sei, so Borstell. Unverständnis darüber zeigte Stadträtin Edith Braun (Wählergemeinschaft Lüderitz). „Wieso darf denn die Schule nicht Heinrich-Rieke heißen? Das verstehe ich nicht. Andererseits muss ich aber auch anmerken, dass mir die bisherigen Namenvorschläge auch nicht besonders zugesagt haben.“

Mit der andauernden Grundsanierung des Gebäudes soll auch ein neuer Name her. Seit mehreren Monaten gibt es hierzu in den Räten immer wieder verschiedene Vorschläge. Auch die Eltern und die Schulkinder selbst wurden bereits zu dem Thema befragt. „Grundschule am Tanger“ sei bisher einer der Favoriten. „Ich finde, eine Schule sollte sich mit ihrem Namen identifizieren. Wenn sich die Grundschule nicht mit einer Person identifizieren darf, warum dann mit einem Fluss? Ich schlage vor, die Schule bei ihrem jetzigen Namen zu belassen und mit ‚Grundschule Tangerhütte‘ die Zugehörigkeit zum Ort herzustellen.“ Der Vorschlag Brauns wurde ins Protokoll aufgenommen, dennoch warf Wolfgang März (Die Linke) ein, an diesem Abend keine Entscheidung zu treffen. Man wolle die Entscheidung des nächsten Treffens des Sozial- und Kulturausschusses abwarten. Hier werde die Schulleitung in Person von Andrea Hanke und Volker Briesemeister zu diesem Thema sprechen.

Auch Vorsitzender Hartmuth Valentin (Wählergemeinschaft Altmark-Elbe) und die Ausschussmitglieder begrüßten diesen Vorschlag. Im Rahmen dieser Zusammenkunft informierte Bauamtsleiter Erich Gruber kurz über den aktuellen Stand der Sanierungsarbeiten an der Grundschule. „Die Fassade ist zum Großteil fertig. Nur an der Nordseite kann witterungsbedingt momentan nicht weitergearbeitet werden. Dennoch wird im Gebäude weitergearbeitet. Die Elektroanlagen sind fast fertig, auch die Arbeiten an den Heizungs- und Sanitäranlagen werden derzeit in Angriff genommen. Wenn die Witterung uns lässt, werden wir unseren Zeitplan bis zu den Winterferien im Februar einhalten können.“

Von Tanja Andrys

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