Feba-Geschäftsführer Olaf Reihs: Areal wird in den nächsten 14 Tagen beräumt

Trümmerfeld ärgert Opitz

Ein Bild der Verwüstung auch nach 16 Monaten noch: Im März 2011 brannten die Lagerhallen an der Arneburger Straße in Tangermünde ab. Die Brandruinen sollen nun abgetragen werden. Foto: Reuter

Tangermünde. Die Folgen der Feuersbrunst an der Arneburger Straße in Tangermünde, bei der sechs Lagerhallen im März 2011 abbrannten, sind auch nach 16 Monaten noch zu sehen.

Was das Feuer von den Hallen übrig ließ – der Schutt von Steinen und Metall, einzelne russgeschwärzte Gebäudewände – bestimmt auch heute noch das Straßenbild. Tangermündes Bürgermeister Dr. Rudolf Opitz verhehlt seinen Ärger darüber nicht. „Unmöglich sieht das aus“, schimpfte er im AZ-Gespräch. Mehrfach schon sei er in den vergangenen Monaten beim Eigentümer der Fläche, der Feba-Anlagenbau GmbH, vorstellig geworden, damit das Gelände nun endlich geräumt wird.

Das soll nun auch geschehen, verspricht der Geschäftsführer des Unternehmens, Olaf Reihs, auf AZ-Nachfrage. „In den nächsten 14 Tagen wird die Beräumung beginnen“, sagte er. Der Grund, warum bislang die Ruinen noch nicht zusammen geschoben worden seien, hänge mit den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft zusammen, die „erst Ende Mai abgeschlossen wurden“.

Eine Brandstiftung war nach wenigen Tagen von der Polizei ausgeschlossen worden. Vielmehr wurde ein technischer Defekt in Halle 3 als Ursache für das Feuer ermittelt. „Damit war jedoch noch nicht geklärt, ob das Unternehmen nicht möglicherweise gegen Brandschutzauflagen verstoßen hat“, erklärt Olaf Reihs. Die Staatsanwaltschaft habe diesbezüglich aber nun grünes Licht gegeben und das Gelände freigegeben. „Damit ist auch die Versicherungsfrage geklärt“, sagte der Geschäftführer. Der Schaden beim Brand war auf fünf bis sechs Millionen Euro geschätzt worden.

Nach Aussage von Olaf Reihs gibt es schon Pläne, wie künftig das insgesamt 41 000 Qudratmeter große Areal genutzt werden soll. „Die Lagerhallen werden auf einer Fläche von 12 000 Quadratmetern wieder aufgebaut“, sagte Olaf Reihs. Zudem beabsichtige sein Unternehmen auf der verbleibenden Fläche eine Photovoltaikanlage zu errichten. „Die Planungen dazu werden gerade angeschoben“, meinte der Geschäftsführer. Vor dem Brand befanden sich Solarmodule auf den Dächern der Lagerhallen.

Die Gebäude selbst waren teilweise vermietet. Unter anderem an die Mittelelbe GmbH. Wie es auf Nachfrage in dem Unternehmen hieß, habe sich das Mietverhältnis mit dem Brand „erledigt“. Zwar habe nach dem Feuer Interesse bestanden, bei einem Aufbau der Hallen, diese wieder zu nutzen. Da jedoch der Mittelelbe GmbH nicht bekannt sei, was aus dem Areal wird, gebe es auch keine Kontakte diesbezüglich mit der Feba GmbH.

Von Norman Reuter

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