Tangermünder Kabarett „Die Pauker“ überzeugte die Senioren der Volkssolidarität im Grete-Minde-Saal

Topf und Lampenschirm als Kopfschmuck

Cornelia Buchmann (2.v.r.) und Barbara Birkholz (r.) demonstrieren beim Kaffeeklatsch, was die Frauenwelt den lieben langen Tag alles beschäftigt. Fotos (2): Krach

Tangermünde. Beim Zusammentreffen der Senioren der Volkssolidarität im Grete-Minde-Saal war der Veranstaltungsort gut gefüllt.

98 Mitglieder hatten sich eingefunden, um bei Kaffee und Kuchen zu plaudern, aber auch um das Kulturprogramm gemeinsam zu genießen, ja, sogar daran teilzunehmen. Die Ortsgruppenvorsitzende Renate Adloff hatte dazu das Tangermünder Kabarett „Die Pauker“, das aus vier Frauen besteht, eingeladen.

Pünktlich um 15 Uhr standen Renate Gruhn, Cornelia Buchmann, Barbara Birkholz und Christine Pohl, die für die musikalische Begleitung zuständig ist, auf der kleinen Bühne, begrüßten ihre Gäste und legten sofort los. Ihr erster Sketch befasste sich mit dem „Mythos“ Frauen. „Frauen sind perfekt“, wiederholten sie immer wieder und begründeten das mit allerlei „scheinheiligen“ Beweisen, wie die, dass sie zwei Dinge zur gleichen Zeit machen können, nämlich Sticken und gleichzeitig Aufgaben an ihre Männer verteilen. Oder dass sie nur schlechter mit dem Auto fahren, um ihre Männer nicht zu deprimieren.

Bei einer Castingshow für Hausfrauen fielen die drei getesteten Damen dann aber durch. Die wahren „Probleme“ einer Frau offenbarten sich beim Kaffeeklatsch, als es um das Kinderkriegen im höheren Alter ging, was für die gelifteten Brüste und Gesichtsfalten zu anstrengend ist. Und die Männer kamen natürlich wieder schlecht weg, die nie gut genug sind, auch die aus dem Internet nicht. Auch was sich vor dem Kleiderschrank abspielt, wenn Frauen zu einer Feier gehen sollen, ist bekannt und wurde „originalgetreu“ wiedergegeben. „Ich habe nichts zum Anziehen“, war der prägende Satz.

Beifall und zustimmende Zwischenrufe waren zu hören. Besonders viel Spaß bereitete den Senioren der Sketch „Hut-Modenschau“. Fünf ausgewählte Gäste bekamen auf der Bühne einen „Hut“ verpasst, mit dem sie durch den Saal stolzierten, wieder begleitet von großem Beifall der Senioren. Da die „Hüte“ Töpfe, Schüsseln und ein Lampenschirm waren, war der Spaß riesengroß. So ging eine Stunde schnell vorbei.

DJ „Dieter“ sorgte mit seiner Tanzmusik dafür, dass alle aktiv wurden. Adloff sammelte noch das Geld für die Frauentagsfeier am 14. März nach Boltenmühle bei Rheinsberg ein, während sich die Ersten bereits auf den Heimweg machten. Die große Zustimmung des an diesem Nachmittag zeigte, dass die Senioren Kultur haben wollen.

Von Günther Krach

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