Ökumenisches Fest für Heiligen Martin

Das Teilen – „wichtiger denn je“

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Zoe (v.l.), Lucas, Anni , Philipp, Laura und Lena (alle 1. Klasse) stärkten sich nahe des Feuers.

gk Tangermünde. Auch in diesem Jahr rief die Leitung der Grundschule „Comenius“ und der katholischen und evangelischen Kirche zum gemeinsamen Martinsfest auf.

So zog Martin (Andrea Schulz) auf ihrem Wallach „Weltadel“, bekleidet mit dem legendären Mantel, von der katholischen Kirche, wo die Hörnchen geteilt, gesungen, über Martin gesprochen und gebetet wurde, begleitet von vielen Kindern mit Laternen, zur evangelischen Kirche. 

Beim Schattenspiel traf der Heilige Martin auf den Bettler.

Auch da wurde das Martinslied gesungen. Pfarrer Jürgen Weinert sprach über das Leben und Wirken von Martin, der erst Soldat, später Bischof von Tours war und seine noch immer gelobte Tat. „Wichtiger denn je ist jetzt das Teilen, denn viele Menschen haben wenig“, meinte der Pfarrer. „Ja, mehr als Teilen ist jetzt notwendig, angesichts der Not vieler Flüchtlinge“, ergänzte er. Nicht nur Spenden wie Hausrat, Spielzeug und Winterbekleidung werden jetzt benötigt. Daran, was man in der katholischen Kirche abgeben kann, erinnerte er. Dann bat er die zukünftigen Konfirmanden um das Schattenspiel hinter dem großen weißen Tuch. Malwin Grosser spielte in diesem Jahr den Martin, der seinen Mantel um das Jahr 350 mit einem Bettler teilte und deswegen aus der Armee ausgeschlossen wurde.

Mit „Martin“ auf dem Pferd und den Laternenkindern ging es dann wieder an die Elbe unterhalb des Zollensteigs, da wo die Kameraden der Feuerwehr Tangermünde später das Martinsfeuer entzündeten. Das strahlte bald Wärme aus, genau wie die warmen Waffeln, der Tee, der Glühwein und die Bratwürste. Ob dabei auch geteilt wurde, war nicht zu erkennen.

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