Sozialausschuss will auf Vorschläge der Kinder und Jugendlichen eingehen

Tangermündes Spielplätze unter die Lupe nehmen

Die Stadträte und sachkundigen Bürger der Einheitsgemeinde Tangermünde sehen sich auch die Skateranlage am Tanger an und kommen mit den Jugendlichen ins Gespräch. Streetworkerin Carola Schulz (M.) spricht die Probleme an. Foto: Wagner

Tangermünde. Weil Spielplätze nicht nur gerne von Kindern, sondern auch gelegentlich von Jugendlichen genutzt werden, die das eine odere andere Mal über die Stränge schlagen, leiden die Spielplätze in der Einheitsgemeinde Tangermünde.

Um sich über den Zustand der einzelnen Anlagen ein Bild machen zu können, besichtigten die Mitglieder des Sozialausschusses zu Beginn ihrer Sitzung am Montagabend die ersten drei Spielanlagen.

Gleich an der ersten Station, dem Spielplatz auf dem Klosterberg, kam die erste Kritik auf. Die 1999 erbaute Anlage macht auf den ersten Blick durchaus einen guten Eindruck. Doch auch dort wurden allein die Rutschmöglickeiten bereits mehrfach ausgetauscht. Nicht nur wegen Jugendlicher, die die Anlage zweckentfremden, auch der natürliche Verschleiß schlägt zu Buche. Christine Paschke (Die Linke) hatte gleich einen Vorschlag anzubringen: „Wir sollten den Spielplatz einzäunen lassen, dann ist die Anlage abends nicht zugänglich. Und die Bänke scheinen aus DDR-Zeiten zu sein.“ Auch die Höhe des Rasens sorgte für Unmut bei Paschke. Der Bauhof, der die Pflege übernimmt, müsse einfach öfter Hand anlegen. „Wir machen die Arbeiten so oft wie möglich, wie es personell möglich ist“, entgegnete Bodo Hensche vom Bauhof.

Im Anschluss besichtigten die Stadträte und sachkundigen Bürger die Skateranlage am Tanger, die seit geraumer Zeit für Schlagzeilen sorgt, wie der offene Brief der Kinder an die Jugendlichen (AZ berichtete). Die Halfpipe, die circa 20 000 Euro kostete, wurde mittlerweile zurückgebaut. Streetworkerin Carola Schulz nutzte die Gelegenheit und erwartete die Mitglieder des Ausschusses mit einigen Jugendlichen und Kindern, um ihre Anliegen zur Anlage vorzutragen.

Even Wolka zögerte nicht lange und sprach die Stadträte direkt an: „Die Anlage wird nicht mehr viel genutzt, die Sitzbänke sind kaputt, die Lampen abends nicht an.“ Schulz fasste die Wünsche der Kinder und Jugendlichen zusammen: „ Die Kinder haben den Wunsch nach einem Zaun geäußert, damit wenigstens die Hunde draußen bleiben“, und erinnerte an die gesammelten 13 Kilogramm Hundehäufchen während der Aufräumaktion. „Vielleicht kann in den Zaun eine Mauer zum Sprayen integriert werden.“ Matthias Albrecht, Vorsitzender des Sozialausschusses, zeigte sich offen gegenüber den Vorschlägen: „Wir wollen die Wünsche auf jeden Fall in die Pläne integrieren und schauen dann mal, was machbar ist.“

Auch der Spielplatz an der Hafenpromenade musste bereits mehrmals erneuert werden. Wackelbalken, Wippe und andere Spielgeräte wurden schon ausgetauscht. In der kommenden Zeit wollen die Mitglieder des Ausschusses sämtliche Spielplätze der Einheitsgemeinde überprüfen.

Von Berit Wagner

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