Judoka auf Wanderung

Tangermünder Verein muss möglicherweise nach Buch umziehen

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Die Judo-Sportler des TSV in Tangermünde kommen aus der ganzen Region in die Kaiserstadt. Sie müssten bald in anderen Sportstätten trainieren.

Tangermünde. Die Sportstätte „Waldschlösschen“ in Tangermünde hat keine Woche mehr – ab dem 16. Januar soll das Gebäude abgerissen werden, um Platz zu machen für ein neueres Gebäude. Das heißt auch: Die Sportler, die bisher dort trainierten, müssen woanders hin.

Das Sportzentrum „Waldschlösschen“ soll in diesem Jahr abgerissen werden, um Platz für einen neueren Bau zu machen.

Das betrifft vor allem die Judoka des TSV. Eine Halle in Buch stünde zur Verfügung – nicht gerade eine ideale Lösung, finden Sportler. Zur Sitzung des Sozialausschusses Tangermünde waren deshalb nun zwei Trainer dabei, um ihre Bedenken zu schildern. Judo-Trainer Friedemann Bünger verwies zunächst auf „Probleme, die vor allem die Kinder betreffen, die keine schweren Matten tragen können und Buch nur mithilfe ihrer Eltern erreichen können“. Auch „Fluktuation“ befürchtet er. Das meint: sinkende Teilnehmerzahlen. „Erschwerend kommt hinzu, dass die Kinder und Jugendlichen täglich trainieren“, auch die aus Jerichow, ergänzte er. „Deine Sorge um deine Sportler ehrt dich, aber wir sprechen über einen Kompromiss“, meinte Ausschussmitglied und stellvertretender Leiter des TSV, Olaf Haussen. Alle die, die in der Halle trainieren, kegeln oder schießen, müssen jetzt eine Durststrecke bewältigen, sagte er. Damit gewann er die Zustimmung aller Ausschussmitglieder, zumal Birgit Herzberg lange nach Trainingsmöglichkeiten in Tangermünde gesucht habe. Sie sprach von Fahrgemeinschaften als eine Möglichkeit.

Günter Rettig, der für Hans Schulze an der Beratung teilnahm, ergänzte, dass „auch die Sportler aus Buch, ja sogar aus Grieben nun Kompromisse machen müssen“. Sein Angebot, eine „beheizte und saubere Halle nutzen zu können, auszuschlagen, könnte er nicht verstehen“, ergänzte er. Christine Paschke machte den erweiterten Kompromiss, die Kinder irgendwie in Tangermünde zu trainieren, die Jugendlichen in Buch, die die genannten Fahrgemeinschaften bilden könnten. Das fruchtete auch bei Bünger. Er will den Vorschlag im Verein vortragen.

Rettig nutzte die anschließende Diskussion über den Haushaltsplan 2017 aber auch gleich, um auf die Kosten für sein Angebot hinzuweisen. „Die eingesparten anteiligen Kosten für die alte Trainingsstätte müssen dann natürlich in die Bucher Sporthalle einfließen“, sagte der Bucher Ortsbürgermeister. Herzberg und die anwesende Kassenleiterin Dana Hinz nahmen das zur Kenntnis.

Von Günther Krach

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