Kathleen Gerike reflektiert zum ersten halben Jahr der DRK-Kindertagesstätte

Tangermünder Kita "Sausewind": Große Nachfrage nach Plätzen

Sackhüpfen gibt es beim Fasching.
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Sackhüpfen gibt es beim Fasching.

Tangermünde – In der DRK-Kita „Sausewind“ in der Richard-Wagner-Straße herrscht ordentlich Leben. Kinder laufen als Eisprinzessin Elsa oder Robin Hood verkleidet über den Flur. Es ist Faschingszeit.

Noch vor einem Jahr war das kaum vorstellbar, da standen noch nicht einmal die Container, aus denen die Kindertagesstätte errichtet wurde. Im Sommer konnte bereits eröffnet werden.

Für Kathleen Gerike war die Leitung der Einrichtung ein Traum, der in Erfüllung gegangen ist – und so ist es noch, wie sie betont. Zumindest zu 95 Prozent der Zeit. „Es ist ja nie alles perfekt“, räumt Gerike ein. Doch das Konzept mit Naturverbundenheit, Selbstbestimmung und Integration geht auf.

Kathleen Gerike, Leiterin DRK-Kita „Sausewind“.

Im Herbst noch wurden Obstbäumchen und Obststämme gepflanzt, mit dem Hausmeister bauen die Mädchen und Jungen Vogelhäuser und Nistkästen und im Frühjahr soll das Hochbeet bepflanzt werden. Auch das Frühstücksbuffet, bei dem die Kinder ihr eigenes Müsli zusammenstellen können oder sich ihr Frühstücksbrot selbst aussuchen dürfen, werde gut angenommen, berichtet die Kitaleiterin der AZ. „Die Kinder sind angekommen. Man merkt wirklich, sie kommen gerne in die Kita, haben sich untereinander gefunden und können sich auch selbst mit einbringen.“

Dies gelte natürlich auch für die Erzieher. Ihre „Mädels“, wie Gerike die Kollegen liebevoll nennt, können die Gruppenräume frei gestalten und Ideen einbringen. „Es ist ein Geben und Nehmen, jeder hilft dem Anderen. Jeder trägt etwas dazu bei, dass wir zusammen wachsen“, freut sie sich über den Zusammenhalt. Trotzdem sei das Team noch in der Findungsphase. Auch weiterhin werden neue Mitarbeiter gesucht, welche die zehn Erzieher unterstützen.

Auch an anderer Stelle ist noch nicht alles fertig. Hier und da fehlt noch das eine oder andere Möbelstück. Bis Sommer soll dann hoffentlich alles fertig sein, berichtet Gerike und ist zuversichtlich. „Manchmal geht alles auf einmal ganz schnell, obwohl man vorher so lange gewartet hat.“

55 Kinder besuchen nach aktuellem Stand die Kita „Sausewind“, ab Dezember sollen es sogar 66 sein. Momentan sei die Warteliste, die es laut Gerike eigentlich gar nicht mehr geben dürfte, schon wieder recht lang. Selbst für 2020 gebe es schon Anmeldungen, berichtet sie. „Es sind viele, die anrufen und nach Tangermünde ziehen aus Magdeburg, Havelberg oder Berlin.“

Und die fünf Prozent, die weniger Spaß machen am Traumjob? „Bürokratie, Rechnerei, Organisation“, fasst Gerike zusammen. Das tue der Arbeit allerdings kaum Abbruch. Denn: „Das Schönste ist wirklich hier morgens anzukommen und die Kinder strahlen einen an“, freut sie sich. „Meine Mädels strahlen natürlich auch“, lacht sie, bevor es wieder zum Fasching geht.

VON LAURA KÜHN

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