Attraktivität soll gesteigert werden

Tangermünder Freibad: Höhere Preise „nicht auszuschließen“

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Die Gleitschicht auf der Rutsche im Freibad ist über die Jahre dünn geworden. Sie muss erneuert werden. Das Freibad Tangermünde braucht mehr Einnahmen, um über die Runden zu kommen.

Tangermünde. Die Preise für das Freibad in Tangermünde könnten steigen. Denn es muss profitabler werden. Politiker, die Verwaltung der Stadt und die Stadtwerke wollen in den kommenden Monaten dazu eine Strategie ausarbeiten.

Das kann heißen, dass das Bad besser beworben werden muss. Oder: dass die Einnahmenseite auch über die Eintrittspreise verbessert werden müsste. Bürgermeister Jürgen Pyrdok und Stadtwerke-Chef Dietmar Schiess schlossen deshalb gestern auf direkte Nachfrage Preiserhöhungen nicht aus.

Etwa 150 000 bis 180 000 Euro Zuschuss von der Stadt braucht das Freibad derzeit, damit es sich halten kann. Es gehört zum gesellschaftlichen Angebot der Stadt. 3,50 Euro Eintritt zahlen Erwachsene, 1,50 Euro Kinder. Dabei ist bereits jetzt jede Karte von der Kommune hoch subventioniert: „Für jede Eintrittskarte geben wir als Stadt über zehn Euro hinzu“, sagt Pyrdok. Das geschieht, um die Preise für alle bezahlbar zu halten.

Und nun steckt die Stadt Tangermünde in der finanziellen Krise (AZ berichtete). Ein Haushaltskonsolidierungskonzept – eine Art vom Landkreis vorgeschriebener „Sparplan“ – ist aus Sicht Pyrdoks unumgänglich. Das heißt: Das Geld zur Subventionierung der Eintrittskarten sitzt nicht grad locker.

Auch die Attraktivität wollen die Planer erhöhen. Wie, das steht noch aus. Geld für spezielle, verschönernde Investitionen ist rar. Und Reparaturen stehen – wie jedes Jahr – an, wie etwa die Erneuerung der Gleitschicht auf der großen Rutsche im Bad. Dafür schießt die Hugo-Meyer-Nachfahren-Stiftung einen Beitrag hinzu. Schon in den vergangenen Jahren hat das Personal Reparaturen und Verschönerungen selbst übernommen, sofern möglich, wie Dietmar Schiess betont. Fest stehe, so Schiess: „Wir müssen etwas tun. Aber das wird in Ruhe und vernünftig angegangen.“ Anpassung müsse es in der Werbung über die Medien geben. Ziel: Die Menschen müssen ins Bad. Wer Eintritt zahlt, zahlt auch für den Erhalt. Pyrdok wie Schiess sind sich sicher, dass es das wert ist. „Alles in allem haben wir ein sehr schönes Freibad“, meint der Rathauschef.

Von Kai Hasse

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