Bezahlen soll auch per App möglich werden

Tangermünde führt neue Parkgebühren ein

Ein paar Autos parken vor dem Eulenturm in Tangermünde.
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Der Parkplatz am Eulenturm an der Hünerdorfer Straße in Tangermünde soll nach der Aufstellung des Parkautomaten nicht mehr kostenlos genutzt werden dürfen.
  • vonGünther Krach
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Nach der Beratung des Tangermünder Ausschusses für Bau, Umwelt und Verkehr Anfang der Woche, beriet nun der Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus anstehende Vorhaben, die ihn betreffen. Das sind die Einführung des Handy-Parkens und die Neufassung der Parkgebührenordnung in der Kaiserstadt. Die Beschlussvorlage zur Schaffung einer befestigten Fläche für gastronomische Zwecke im Freibad wurde nach kurzer Diskussion von der AfD für eine Überarbeitung zurückgezogen.

Tangermünde - Der Grundsatzbeschluss zur Einführung des „Handy-Parkens“ wurde, wie schon im Bauausschuss, einstimmig begrüßt (AZ berichtete). Er bringt nur Vorteile, vor allem Erleichterungen für Handybesitzer mit App, die damit für das Parken einfach bezahlen können. Zumal die Bargeldbezahlung erhalten bleibt, war der einhellige Tenor der Ausschussmitglieder. Auch entstehen keine Kosten, weder für die Stadtverwaltung noch für die Nutzer, die aber einen Vertrag mit einem Anbieter für Apps, wenn noch nicht vorhanden, abschließen müssen, um die Parkgebühr kontaktlos an einem der zur Zeit 12 vorhandenen Parkautomaten entrichten zu können. Die Automaten bekommen einen Aufkleber, der über die notwendige App informiert.

Umfangreicher war die Diskussion über die Neufassung der Parkgebührenordnung trotz einiger Änderungen inklusive der Streichung des Paragrafen 8, Elektrofahrzeuge sollen keine Gebühr zahlen, was der Bauausschuss bereits gefordert hatte. Besitzer von Elektrofahrzeugen sollen also auch eine Parkgebühr zahlen, forderten auch die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaft und Tourismus. Der Entwurf der Gebührenordnung wurde aber mit einer Enthaltung angenommen. Bestätigt hat der Wirtschaftsausschuss auch die generelle Parkzeit in der Stadt. Sie soll von Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr und am Samstag von 9 bis 12 Uhr gelten.

Der Entwurf hatte wochentags noch 9 bis 19 Uhr gefordert, um mehr Einnahmen zu generieren. Die Gremiumsmitglieder dachten aber mehr an Anwohner und Gäste der Stadt, die dann parken wollen. Neu ist deshalb, dass am Tanger und unterhalb der Schlossfreiheit Pkw maximal 9 Stunden parken dürfen. An der Hünerdorfer Straße am Eulenturm bald auch nur zwei Stunden, wenn der Parkautomat dort aufgestellt ist. Über die Erhebung von Parkgebühren am Sonntag konnte im Ausschuss keine Einigkeit erzielt werden. Am 1. Juli soll die neue Parkgebührenordnung in Kraft treten.

Unverständnis löste die Beschlussvorlage der AfD aus, die das Anlegen einer befestigten Fläche inklusive „Kiosk mit Verkauf über den Zaun“ im Freibad und die Voraussetzungen dafür, um gastronomische Angebote machen zu können, fordert. Die AfD will damit die Attraktivität des Bades erhöhen. „Dieses Vorhaben ist bereits in Arbeit und wird demnächst mit dem neuen Stadtwerkeleiter, der für das Bad zuständig ist, weiter diskutiert“, warf Christine Pfaff (SPD/Linke) ein. „Knackpunkt ist auch eine noch nicht vorhandene Fachkraft für den Betrieb.“ Christopher Osterburg (AfD) zog die Vorlage zurück.

Diskutiert wurde noch der Anfall von Verpackungen für Speisen und Getränke auf dem Marktplatz, vor allem an Wochenenden. Auch, weil zu kleine oder zu wenig Papierkörbe vorhanden sind. Regine Schönberg, Inhaberin der Stadtinfo am Marktplatz, kritisierte das. Sie beobachtet das schon länger, weil die Kunden von Gaststätten, Bäckereien und anderen Geschäften den Aufenthalt in ihren Räumen seit der Corona-Pandemie verbieten.

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