Neues Gebiet schafft 24 weitere Parzellen für Eigenheime

Tangermünde: Kaum Bauland in der Kaiserstadt

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Auf dem ehemaligen Betriebsgelände „Schoko“ rollen die Bagger. 24 Wohngrundstücke sollen hier entstehen.

Tangermünde – Für manch einen ist es ein lang gehegter Traum: ein Eigenheim. Ein schmucker Vorgarten mit Lattenzaun, hinter dem Haus ein großer Garten mit Obstbäumen und einer Schaukel für die Kinder.

Eine Terrasse für gemütliche Grillabende darf natürlich auch nicht fehlen. Doch wer bauen und sein Häuschen vom ersten Ziegel an selbst errichten sehen will, der hat an einem Ort besonders schwere Karten, nämlich in Tangermünde. Bauland ist hier rar gesät.

Umso erfreulicher sei es, dass schon bald neue Flächen zur Verfügung stehen werden. Denn noch zum Jahresende konnte der Stadtrat einen Aufstellungsbeschluss für die ehemalige „Schoko“ auf den Weg bringen.

Derzeit seien die Abrissarbeiten auf dem Gelände in vollem Gange, sodass Thomas Stagneth, Sachgebietsleiter Investitionen und Liegenschaften, davon ausgehe, dass die Grundstücke bereits Mitte des Jahres zur Verfügung stehen und der Bebauungsplan schon im Juni beschlossen werden könnte. Auch gehe er davon aus, dass die 24 Parzellen in kürzester Zeit vermarktet werden.

In der Kaiserstadt gibt es derzeit kaum Baugrundstücke.

„In Tangermünde gibt es kaum Baugrundstücke“, berichtet Stagneth der AZ. Die Anzahl der Anfragen nach Grund und Boden zum Bauen, welche bei der Stadt eingehen würden, seien höher als die ausgeschriebenen Grundstücke. „Die Baugebiete sind voll.“ Zwar gebe es sicherlich noch privates Bauland, doch was auf dem privaten Markt los sei, darüber habe die Stadt keinen Überblick, räumt Stagneth ein.

Auf dem Betriebsgelände ehemalige „Schoko“ werden 24 neue Wohngrundstücke in der Größenordnung von rund 500 bis 800 Quadratmetern geschaffen. Wie Bauausschussvorsitzende Reinhild Häusler (CDU) bereits im Dezember mitteilte, habe das Gelände einige Zeit zum Verkauf gestanden und sei schlussendlich von der Kreissparkasse als Erschließungsträger erworben worden. Für diese sei es nicht das erste Wohngebiet, dass sie in der Kaiserstadt schaffen möchten.

Im Sinne der Vielfalt, die in besagtem Gebiet entstehen sollen, hat sich der Bauausschuss gegen den Mindestabstand zwischen Traufhöhe und Firsthöhe ausgesprochen. Damit können Eigenheim-Bauer die Neigung ihrer Dächer selbst festlegen. Auch der Erschließungsträger gab seine Zustimmung. Daran, dass es nicht mehr als zwei Vollgeschosse errichtet werden dürfen, gibt es nichts zu rütteln.

VON LAURA KÜHN

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