Unterstützer für Großveranstaltung bleiben aus / Gartenschau sieht schwarz

Tangermünde: Blumenpracht liegt auf Eis

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Eine Landesgartenschau wie in Burg, scheint für Tangermünde eher auf Eis gelegt.

Tangermünde –  Die Aussichten, doch noch eine Landesgartenschau in Tangermünde und Umgebung auszurichten, scheinen momentan auf Eis zu liegen. „Bisher haben sich alle zurückgezogen“, konnte Bürgermeister Jürgen Pyrdok (parteilos) am Mittwoch dem Stadtrat berichten.

Neu-Mitglied Martina Wienecke (Freie Stadträte Tangermünde) hat den Stein erst ins Rollen gebracht.

Der Bewerbungscountdown für die Landesgartenschau 2026 tickt bereits. Eine Fördersumme von sechs Millionen Euro winke stehe jener Kommune bereit, welche den Zuschlag erhält. Arbeitsplätze könnten auf diese Weise geschaffen, Baumaßnahmen ermöglicht werden. „Würde sich Tangermünde bewerben und den Zuschlag erhalten, könnte mit den Fördermitteln viel gemacht werden“, betont Wienecke, rennt mit diesen Angaben beim Stadtchef allerdings keine offenen Türen ein.

Auch wenn er ein Freund des Gartens sei und sich freuen würde, wenn eine Landesgartenschau auf die Beine gestellt werden könnte, müsse nichtsdestotrotz der finanzielle Aspekt im Auge behalten werden, hält Pyrdok dagegen. Die sechs Millionen Euro Fördermittel, seien da ein Tropfen auf dem heißen Stein, welche den Aufwand des Großereignisses bei Weitem nicht decken könnten.

Für die Bewerbung bedürfe es zudem eines Konzeptes. Nach dem Besuch von Sonnhild Noack und Sabine Haase, beide maßgeblich an der Organisation der Landesgartenschau in Burg beteiligt gewesen, ist klar, dass das nicht billig wird. Eine Summe im mittleren fünfstelligen Bereich müsse dafür locker gemacht werden.

Von der Stadt Stendal, die neben Arneburg und Tangerhütte, als mögliche Partner in Betracht gezogen wurden, sei keine Unterstützung zu erwarten. Die Kreisstadt habe mit der Organisation, des Sachsen-Anhalt-Tages 2022 genug zu tun, habe eine Besprechung mit Oberbürgermeister Klaus Schmotz (CDU) ergeben.

Nichtsdestotrotz könne in den Gremien offen über das Thema diskutiert werden, merkt Pyrdok an. „Und dann entscheiden wir.“

VON LAURA KÜHN

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