Schäden durch den Nager steigen auf das Sechsfache des Stands von 2011 / Hartnäckige Einzeltiere

Tanger-Biber besonders eifrig

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Um den Zugang zu seinem Bau zu schützen, baut der Biber Burgen und staut angrenzende Wasserläufe auf. Das führt in regenreichen Jahren zu Überschwemmungen und Schäden. In trockenen Jahren hilft es aber.

Tangerhütte/Tangermünde. Der Biber hat im vergangenen Jahr bedeutend mehr Schaden am Tanger verursacht als in den Jahren davor. Das geht aus der Antwort einer kleinen Anfrage im Landtag hervor. Der Grund ist die Neigung der Tiere, Dämme zu bauen.

Das sorgt in den Uferbereichen kleinerer Fließgewässer in der Tangerniederung für Schäden am Uferbereich und kleine Überschwemmungen.

3800 Euro Schäden hat der Biber im Jahr 2011 im Unterhaltungsverband Tanger verursacht, 2012 waren es gut 7500 Euro, 2013 dann schon 23 000 Euro. Im Vergleich zu anderen Unterhaltungsverbänden an der Elbe sind die Schäden am Tanger damit aber immer noch auf einem niedrigen bis mittleren Niveau. Der Verband Obere Ohre kommt 2013 beispielsweise auf 57 000 Euro Schaden durch den Nager, an der Mulde sind es 19 000 Euro, im Bereich Nuthe/Drossel sind es 25 000 Euro. Einzigartig ist aber der enorme Anstieg der Schäden am Tanger auf das Sechsfache.

Der Grund für den Anstieg könnte laut Informationen des Biosphärenreservates Mittelelbe der Eifer einzelner Tiere sein. Anders kann man sich dort den Anstieg nicht schlüssig erklären. „Es gibt immer Tiere, die mit einer besonderen Hartnäckigkeit Dämme bauen. Andere lassen es dann zunächst“, erklärt Andreas Berbig, Biologe an der Referenzstelle Biber des Biosphärenreservates. Die Fälle der Biberdämme, die mit Erlaubnis seiner Behörde abgebaut wurden, hätten sich etwa um das doppelte seit 2011 erhöht. Einen signifikanten Anstieg der Population habe es aber nicht gegeben, die Besiedelung der Flussläufe bin in die landwirtschaftlichen Flächen hinein durch das Tier sei seit mehreren Jahren gegeben.

Von Kai Hasse

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