Regionalbereichsbeamte geben Tipps zur Prävention

„Täter werden erfinderischer“

Immer wieder fallen Senioren auf den „Enkeltrick“ herein. Die Regionalbereichsbeamten klären auf.
+
Immer wieder fallen Senioren auf den „Enkeltrick“ herein. Die Regionalbereichsbeamten klären auf.

Tangermünde – Betrugsmaschen gibt es heutzutage viele. Falsche E-Mails vom angeblichen Versandhandel mit Zahlungsaufforderungen oder ominöse Anrufe bei Rentnern sind keine Seltenheit mehr.

„Und die Täter werden immer erfinderischer“, berichten Tangermündes Regionalbereichsbeamte Eike Fredrich und Ralph Hübner.

Regelmäßig werden die Senioren der Kaiserstadt und Ortsteile zu Präventionsveranstaltungen eingeladen und über Betrugsmaschen aufgeklärt. Vom „Enkeltrick“ haben wohl schon viele gehört. Ein ahnungsloser Pensionär bekommt einen Anruf vom „Enkelkind“, das etwa aufgrund eines Unfalls dringend Geld benötigt. „Wenn die Opfer nicht sofort darauf anspringen, dann versuchen es die Leute bei jemand anderem“, berichtet Hübner zum Vorgehen von Betrügern. Aus diesem Grund werden auch Bankmitarbeiter sensibilisiert, Kunden auf mögliche Schwindler hinzuweisen, wenn diese vom „Unfall der Enkel“ erzählen und hohe Summen abheben wollen.

Andere wiederum würden sich am Telefon als Polizisten ausgeben. „Dann steht sogar die 110 im Display“, berichtet Fredrich und stellt gleich klar, dass die Polizei nicht über diese Nummer anrufen würden. „Schon gar nicht spät abends oder nachts.“

Auch auf andere Dinge, die im ersten Moment als Kleinigkeiten erscheinen, weisen die Regionalbereichsbeamten hin. So sollten Fenster nicht angekippt gelassen, sondern immer geschlossen werden. Dies sei eine große Schwachstelle, auf die die Regionalbereichsbeamten auch mit Flyern aufmerksam machen. Auch die Haustür sollte abgeschlossen werden – vor allem wenn die Hausbewohner sich womöglich im Garten aufhalten. „Die meisten brechen eher am Tag ein“, mahnt Hübner zur Vorsicht. Beratungen und Sicherheits-checks in den eigenen Vier Wänden bieten die Tangermünderin und der Stendaler auf Nachfrage auch an.

Bestehe ein begründeter Verdacht, sollte die Polizei in jedem Fall alarmiert werden, so Hübner. „Lieber einmal mehr anrufen, als zu wenig“, mahnt der 55-Jährige.

VON LAURA KÜHN

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare