Ziegel für die Roßfurt mit Namen von Tangermündern / Erlös als Startkapital für die Stadtstiftung

Stiftungsidee: Einwohner finanzieren Mauersteine

Ein Teil der alten Backsteine der Mauer an der Roßfurt müssen ausgewechselt werden. Die neuen Ziegel könnten von Einwohnern finanziert werden. Foto: Reuter

nre Tangermünde. Wenn im kommenden Jahr die Lehrerstraße und die Roßfurt in Tangermünde saniert werden, dann könnten die Einwohner der alten Kaiserstadt ihren persönlichen Beitrag dazu leisten und damit auch der Stadtstiftung zu einem ersten Startkapital verhelfen.

Denn im Zuge der Bauarbeiten muss auch der Torbogen an der Roßfurt und die Mauer erneuert werden. Das Bauwerk muss mit Stahlbetonsäulen gestützt und beschädigte Backsteine ausgetauscht werden. Die neuen Ziegel könnten, so stellt es sich der Gründungsverein der Stadtstiftung vor, durch Tangermünder finanziert werden und dann die Namen der Spender tragen. „Die Domsanierung in Havelberg diente uns als Vorbild für unsere Idee“, erklärte Christine Pfaff vom Gründungsverein am Mittwochabend während der Sitzung des Hauptausschusses. Dort durfte sie das Projekt vorstellen.

Beim Burgfest Anfang September könnten an die Einwohner Zertifikate für Backsteine verkauft werden, die dann über den Winter von einer Töpferin, die auch schon die Ziegel für die Domsanierung in Havelberg herstellte, vorbereitet werden, erläuterte Christine Pfaff die Idee. Der Vorteil: Die Stadt spart bei der Neubeschaffung der Backsteine und der erwirtschaftete Überschuss fließt in die Stadtstiftung Tangermünde. Mit ihr sollen später stadtbezogene Projekte finanziert werden. Im Frühjahr nahm dazu der Gründungsverein unter Vorsitz von Stadtrat Eric Weber seine Arbeit auf. Allerdings fehlt dem Verein noch ein Mäzen, der das Stiftungskapital stellt. Denn nur die Zinsen aus den Einlagen dürfen für Projekte benutzt werden. „Der Erlös aus dem Verkauf der Backsteine wäre ein Anfang“, sagte Christine Pfaff. Doch für die Umsetzung der Idee müssen noch zwei Hürden genommen werden. Die Untere Denkmalbehörde muss einverstanden sein und der Tangermünder Stadtrat bei seiner Sitzung am 25. Juli dem Vorhaben zustimmen. Die Mitglieder des Hauptausschusses haben am Mittwochabend schon einmal ihr Einverständnis erklärt. Einstimmig sprachen sie sich dafür aus, dass sich der Stadtrat des Themas annehmen soll.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare