Haushaltsdebatte in Tangermünde: WLAN-Station im Zentrum erst 2019

Stadtrat stellt Saisonkräfte im Bauhof auf den Prüfstand

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In die Instandsetzung der Stadtmauer am Hafen will die Stadt in diesem Jahr investieren. Die Arbeiten werden in der Nähe des Areals vollführt werden, auf dem bekanntlich der Bau einer Tiefgarage geplant ist. 

Tangermünde. Mit dem Tangermünder Haushalt 2018 hat sich der Stadtrat-Ausschuss für Wirtschaftsförderung und Tourismus am Donnerstagabend befasst. Kämmerin Dana Hinz stellte den Entwurf vor.

Er umfasst im Ergebnisplan samt Abschreibungen ein Volumen von 1,4599 Millionen Euro. Weil an Aufwendungen 1,4615 Millionen Euro zu Buche schlagen, ergibt sich ein Defizit von 16 700 Euro.

Beton wird für die Tangerbrücke herantransportiert. Das Bauwerk in Tangermünde soll bis Ende März fertig sein.

Der Finanzplan beinhaltet 5,758 Millionen Euro an Investitionsmitteln, die sich aus 4,03 Millionen Einzahlungen und 1,68 Millionen Euro Kredit ergeben. Das Geld fließt in den Umbau des ehemaligen Gemeindebüros zum Feuerwehrdepot in Langensalzwedel, (230 000 Euro), in eine Spundwand zum Hochwasserschutz am Tanger (471 000 Euro), die Fertigstellung des „Waldschlösschens“ (1,2 Millionen Euro) und in die Fertigstellung der Tangerbrücken (eine Million Euro Fördergeld).

Für Projekte der baulichen Erhaltung ist eine Million Euro geplant, etwa für Straßenarbeiten und die Sanierung des Grete-Minde-Saals. Mit Hilfe von Städtebau-Fördergeld kann der Lückenschluss der Tangermünder Stadtmauer an der Mauerstraße realisiert werden sowie die Instandsetzung der Mauer am Hafen. Der Rest wird in den grundhaften Ausbau der Grete-Minde-Straße gesteckt.

Diese Zahlen wurden umfassend diskutiert. So ging es um innerörtliche Wegweiser durch Schilder in der Stadt. Diese seien teils bereits geplant. „2019 wird die Beschilderung fortgesetzt“, kündigte die Kämmerin an. Ebenso sei der Aufbau einer öffentlichen WLAN-Station im Zentrum Tangermündes erst im nächsten Jahr möglich. Eine Kostenermittlung dafür fehle aber noch, weshalb der Aufbau von einigen mittlerweile angezweifelt werde. „Die Kostenermittlung muss bis zum 26. Januar erfolgen“, forderte Stadtrat Günter Rettig (Linke).

Er kritisierte die geplante Einstellung von vier Saisonkräften inklusive Technik im Tangermünder Bauhof, was auch für Thomas Staudt (CDU) ein Thema ist. Das Duo will die Verwaltung prüfen lassen, ob die Vergabe der Leistungen an Fremdfirmen möglicherweise preiswerter sei. Außerdem plädierte der Christdemokrat dafür, einen Neujahrsempfang zu veranstalten, weil dieser „wichtiger ist als der Kaiserempfang“.

Carsten Birkholz fragte nach einem geplanten Flächenkauf im Industriegebiet. Dafür sind laut der Tangermünder Kämmerin „nur geringe finanzielle Mittel“ vorgesehen, weil auch nur „wenig freie Flächen vorhanden“ seien, wie Hinz begründete. „Geringe Mittel zur Unterstützung des Stadtmarketings sind geplant, die Verwendung muss konkretisiert werden wie auch die Bildung der Arbeitsgruppen und ihre Aufgaben“, antwortete die Kämmerin auf eine Nachfrage von Frank Döbbelin.

„Am 8. Februar wird der Besuch in der Firma Mölders nachgeholt, weil er im Dezember ausgefallen ist“, gab Regine Schönberg als Vorsitzende des Ausschusses bekannt.

Von Günther Krach

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