Burgfestbesucher werden staunen / Sanierungskosten bei circa 300 000 Euro

Stadtmauer ist wie „neu“

Pünktlich zum 25. Tangermünder Burgfest ist die Stadtmauer an der Hafenpromenade wieder wie neu. Die Sanierung zwischen Putinnen und Steigberg schlägt mit circa 300 000 Euro zu Buche. Foto: Krach

Tangermünde. Der Termin, die Stadtmauer an der Hafenseite zwischen Putinnen und Steigberg, die seit Herbst 2011 einsturzgefährdet war, bis zum Burgfest zu sanieren, wurde gehalten. „Obwohl das ein schwieriger Auftrag war“, meinte Architekt Jörg Jensen.

„Auch die geplanten Kosten sind im Rahmen geblieben“, ergänzte er auf Nachfrage.

Wie die AZ Anfang Mai berichtete, musste die Mauer bis zur halben Höhe abgetragen werden, weil diese und zwei Stützfeiler einige Risse aufwiesen. „Ein normales Aufmauern wird nicht reichen, weil der Druck hinter der Mauer zu groß ist“, hatte Jensen schon damals prognostiziert. So entschieden er und weitere Fachleute, dass vor dem defekten Mauerstück ein Stahlskelett gesetzt werden muss, das mit 16 Meter langen Ankern die Mauer hält. Das widersprach aber den Denkmalschutzbestimmungen, also musste noch eine Verblendmauer her.

Wer jetzt vor dem „reparierten“ Stück Mauer steht, kann kaum noch erkennen, wo saniert wurde. Circa 20 Meter Mauer, wie die alte Mauer aus Ziegelsteinen im Klosterformat gefertigt, verdecken das Stahlskelett. Darüber schaut die alte Mauer hervor. Vier Feiler wurden repariert und einer ist komplett neu. Alles passt wieder zusammen. Jetzt konnte auch der Boden hinter der Mauer, der als Garten genutzt wird, wieder aufgefüllt werden.

Nicht nur die Gäste des Burgfestes, auch die Kinder auf dem Spielplatz vor der Mauer, können das Areal vor der Mauer nun wieder gefahrlos nutzen. Mehr als 300 000 Euro haben Tangermündes „Stadtväter“ dafür aufgebracht.

„Jetzt soll die Mauer an der Roßfurt instand gesetzt werden“, wusste Jensen.

Von Günther Krach

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