Umsetzung kein Problem / 0,5 Gigabyte Bandbreite geplant / Ausschuss schlägt Gebietserweiterung vor

Stadt macht mobil / WLAN-Hotspots im Kern

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Martin Flechsig, Geschäftsführer von web + phone, erklärt, dass das freie WLAN auch richtig vermarktet werden muss, sonst werde das Netz wenig genutzt. 

lk Tangermünde. Für Touristen und Anwohner ist es gleichermaßen ein Komfort: freies WLAN innerhalb der Altstadt. Die Idee dazu steht schon länger im Sitzungssaal.

Martin Flechsig, Geschäftsführer der web + phone GmbH wurde mit einer Machbarkeitsstudie für das Projekt beauftragt und durfte beim Wirtschafts- und Tourismusausschuss seine Ergebnisse präsentieren.

Grundsätzlich sei die Umsetzung innerhalb der Stadtmauer kein Problem, so Flechsig. Schwierigkeiten gebe es in der Langen Fischerstraße in Richtung Stephanskirche und der Kleinen Fischerstraße. Das Netz in diesem Bereich aufzubauen, wäre sehr kompliziert und vor allem kostenintensiv. „Ich weiß nicht, ob es das dann bringt“. Auf Abstimmung des Ausschusses wurde beschlossen dem Stadtrat eine Erweiterung des WLAN-Einzugsgebiets auf die Hafen-Promenade, die Burganlage und den Wohnmobilstellplatz vorzuschlagen. Laut Aussagen von Flechsig sei dies kein Problem.

Wie das Projekt umgesetzt werden könnte, erklärte er ebenfalls: an ein bis drei höheren Standpunkten könnten Lichtfunkantennen angebracht werden, welche das Signal an die niedrigeren Antennen im Stadtbereich weiterleiten. Laut Flechsig könnten die Antennen farblich an die Gebäude angepasst werden, um das historische Stadtbild nicht zu verunstalten. Die sogenannten Access Points würde man an verschiedenen Gebäuden anbringen. „Aber wir möchten den ansässigen Providern nicht das Geschäft kaputtmachen. Das Signal strahlt dank der Antennen nur da hin, wo es auch hinsoll.“ Soll heißen: Die Antennen leiten das WLAN-Netz auf die Straße, nicht aber in die ansässigen Gebäude. Die Leitung mit 0,5 Gigabyte Bandbreite sei ohnehin nicht für den Privatgebrauch gedacht. „Für Filesharing und Downloads ist das Netz nicht geeignet“.

Während seiner Ausführungen nahm Flechsig auch Bezug auf die Bedenken des Ausschusses zum Thema Sicherheit des öffentlichen Netzes. „Der Datenstrom wird gescannt. Wenn verbotene Ziele aufgerufen werden, wird die Verbindung unterbrochen.“

Web + phone hat bereits Erfahrungen mit ähnlichen Projekten. Anlässlich des Luther-Jubiläums im vergangenen Jahr hat das Unternehmen die gesamte Altstadt von Wittenberg mit insgesamt 200 Access Points ausgestattet.

Die Erfahrungen zeigen, so Flechsig, dass das Netz relativ stabil läuft. Die Antennen werden doppelt gesichert, um Ausfälle zu vermeiden. Probleme würden zumeist auch nur einzelne Punkte betreffen.

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