Pyrdok: „Sicherheitsvorschriften müssen eingehalten werden“

Sperrungen machen sich in der Kaiserstadt breit

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Die Straße vor dem Neustädter Platz wurde bereits aufgerissen. Das eigentlich Baufeld werde derzeit erschlossen, so Bürgermeister Jürgen Pyrdok.

Tangermünde – Die Hauptsaison für Bauarbeiten hat begonnen und macht auch vor der Kaiserstadt kein Halt. Vor allem die Sperrung Stendaler Straße/Neustädter Platz wird die Anwohner längere Zeit in Atem halten.

Unmut scheint sich schon jetzt breitzumachen, dabei wurde erst am 18. März mit den Arbeiten begonnen. So gebe es Kritik zum Umfang der Absperrung, teilt die Stadtverwaltung auf AZ-Anfrage mit.

An der Schleusenbrücke geht es voran.

„Die Anwohner sind natürlich betroffen“, nimmt Bürgermeister Jürgen Pyrdok (parteilos) beim Stadtrat Stellung zu dem Ärgernis. Derzeit gebe es viele Gespräche mit Anliegern und Gewerbetreibenden. „Ich kann die Beschwerden persönlich nachvollziehen“, zeigt das Stadtoberhaupt Verständnis, vermittelt aber auch: „Wir dürfen nicht vergessen, dass Bauarbeiten Gefahrenbereiche sind und es Sicherheitsvorschriften gibt, die eingehalten werden müssen.“

Richtig losgegangen seien die Maßnahmen laut Pyrdok noch nicht. „Das eigentliche Baufeld wird derzeit noch erschlossen.“ Dann sollen die Tiefbauarbeiten beginnen, ehe – hoffentlich ab Juni – mit der neuen Straße im Bereich des Neustädter Platzes gestartet werden könne.

Um das aktuelle Problem der Anwohner mit der Verkehrsführung zu lösen, werde derzeit mit den Betroffenen nach speziellen Lösungen gesucht, so der Bürgermeister vor dem Stadtrat. Die gesamte Verkehrsführung solle nochmal überprüft und auch die Polizei mit hinzugezogen werden.

Trotz aller Unannehmlichkeiten macht der Bürgermeister Mut. Baustellen seien eigentlich etwas Gutes: „Sie sind der Beweis dafür, dass marode Infrastruktur wieder instand gesetzt wird.“ Beteiligte, die sich gestört fühlten, seien darum gebeten auf Verwaltung und Baufirmen zuzukommen um eine Lösung zu finden.

Eine Spundwand zum Hochwasserschutz soll entstehen. Auch an der Straße davor wird gebaut.

Ruhiger ginge es hingegen bei den Arbeiten am Grete-Minde-Saal und dem sozialpädagogischen Bildungszentrum zu. Momentan sei zu hoffen, dass diese termingerecht fertiggestellt werden können. Auch mit dem Errichten der Spundwand zum Hochwasserschutz wurde mittlerweile begonnen. Am Montag sollen die Rammarbeiten beginnen.

Ohne besondere Vorkommnisse ginge es mit den Brückenbauarbeiten voran. Die Schleusenbrücke bekommt derzeit eine Verjüngungskur, die Polittenbrücke wird durch ein neues Modell ersetzt. Baustart war bereits Anfang des Jahres.

Im Spätsommer soll auch die Mauerstraße fertiggestellt werden. Momentan sei die Avacon mit Leitungsumlegungen beschäftigt. Der Bereich zwischen der Schäferstraße und Töpferstraße soll einen drei Meter breiten befestigten Fahrbahnstreifen plus schmalem Gehweg bekommen. Im Abschnitt zwischen Töpferstraße und Notpforte soll eine richtige Straße mit Gehweg und flachem Bordstein entstehen um Barrierefreiheit zu gewährleisten.

Nicht mehr lange dauert die Errichtung des fehlenden Stückes Stadtmauer neben der Comenius-Grundschule. Stiftersteine sind augenscheinlich noch nicht in der Mauer.

VON GÜNTHER KRACH UND LAURA KÜHN

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