Streetworkerin Carola Schulz über ihre Arbeit mit Jugendlichen und ihre Ziele

Skaterplatz in Tangermünde wichtiger Treffpunkt

Carola Schulze erläuterte vor dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport ihre Ziele und die Rahmenbedingungen ihrer Jugendarbeit als Streetworkerin.
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Carola Schulze erläuterte vor dem Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Sport ihre Ziele und die Rahmenbedingungen ihrer Jugendarbeit als Streetworkerin.

Tangermünde – Nach der Besichtigung des Sportzentrums begaben sich die Mitglieder des Sozial-, Bildungs-, Kultur- und Sportausschusses in den Sitzungssaal der Stadtverwaltung, um ihre Beratung fortzusetzen.

Jetzt standen die Betreuung und Förderung Jugendlicher, aber auch ihre Kontrolle, im Mittelpunkt.

Umfassende Auskunft darüber gab Streetworkerin Carola Schulz, Angestellte des Vereins „Shalom“, im städtischen Grete-Minde-Haus. Der neue Vorsitzende des Ausschusses, Denis Kreuzadler, der am Dienstag aber verhindert war, hatte sie eingeladen. Schulz übt diese Funktion in der Kaiserstadt seit acht Jahren aus, hat also Erfahrung im Umgang mit Jugendlichen, von denen einige aber nicht immer nach ihren Vorgaben handeln.

Zum besseren Verständnis umriss sie erst einmal ihre allgemeinen Handlungsfelder, die da sind: Jugendarbeit, vor allem an örtlichen Schwerpunkten auch in den Ortsteilen. In der Kaiserstadt sind das die Hafenpromenade, der „Alte Friedhof“ und der Skateplatz. „Wichtig ist auch die Projektarbeit in den Bereichen Kultur, Bildung und Sport“, fuhr sie fort; also Heimatliebe, Theater, Justiz und Sportveranstaltungen.

Als Beispiele für Projektarbeit nannte sie für dieses Jahr Reparatur- und Aufräumarbeiten auf dem Skaterplatz, ein Angelcamp und Themen-Theater, wofür jugendliche Theater-Profis aus Witten in NRW ins Grete-Minde-Haus kommen, um dort gleichermaßen jugendgerechte und zeitkritische Themen auf die Bühne zu bringen.

Für den Monat November ist eine Diskussion über die deutsche Wiedervereinigung geplant, zu der noch ein entsprechender Film beitragen soll. Seit langem bemüht sich Schulz, auch mit Hilfe des Stadtrates, um die „Aufrüstung“ des Skaterplatzes am Tanger. Im April wurden jetzt Fördermittel für entsprechende Betonelemente durch das Landesverwaltungsamt bereitgestellt. Die Elemente sollen noch in diesem Jahr angeliefert, Anfang nächsten Jahres aber erst aufgestellt werden. Danach soll es ein Sport- und Kulturfest geben. „Mit dem gut ausgestatteten Skaterpark wird es möglich, dort regelmäßig Wettkämpfe und Events zu veranstalten“, fuhr Schulz fort, nannte dann aber auch Problembereiche ihrer Arbeit, die neben der Hafenpromenade und dem „Alten Friedhof“ auch der Skaterplatz ist.

Lärm, Alkohol, Drogen und danach Provokationen sowie Verschmutzungen und Beschädigungen des Umfeldes durch einige Jugendliche belasten die Zusammenarbeit mit der Masse der 13- bis 20-Jährigen. „Eine Suche nach neuen Treffpunkten, Präventionsangebote und die Einbeziehung in bestimmte Projekte fruchteten bei den „Störenfrieden“ bisher nicht“, trotz Einbeziehung von Behörden, Politikern, Eltern, der Schule, Betrieben und Anwälten, gab Schulz zu. „Erfreulich ist die Zusammenarbeit mit Vertretern des Landkreises, der Stadt, seinem Bauhof und Vereinen“, berichtete sie ergänzend.

Nachfragen der Stadträte betrafen die Klickenbildung, die es gibt, die Art der Drogen, etwa Cannabis, und die Angst vor einem neuen lauten Treffpunkt, dem Skaterplatz, was Schulz aber nicht glaubt.

Amtsleiterin A. Bertkau nannte noch ausgefallene Veranstaltungen der Stadt und des „Hanserings“ wie das Kürbisfest, den Lichterlauf, das Mondscheinshopping und das Burgfest. „Stattfinden wird der Töpfermarkt und voraussichtlich der Weihnachtsmarkt“, sagte sie. Am 3. Oktober wird es auch die Feierstunde zur Deutschen Einheit geben und am 10. Oktober wird Ronny Weiland im Grete-Minde-Saal in zwei Veranstaltungen singen“, schloss sie. VON GÜNTHER KRACH

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