Mangelnde Gäste im Hafen aufgrund von anhaltendem Niedrigwasser

Schlamminsel bedroht Wassersport in Tangermünde

+
Die kleine Schlamm-Insel reicht bis zum Anlegesteg des Tangermünder Wassersportvereins, weshalb diesem die Gäste ausbleiben.

Tangermünde. Vor fünf Jahren herrschte Hochwasseralarm um Tangermünde. Aus den umliegenden Wiesen war ein richtiger See geworden. Heute führen Elbe und Tanger Niedrigwasser. Die lange Trockenheit hat den Wasserstand rapide gesenkt.

Im Hafen hat sich aufgrund des Niedrigwassers wieder eine Schlammbank gebildet.

Dies hat zur Folge, dass der Zufluss des Tanger in den Hafen fast versiegt ist und die Elbe keine Frachtschiffe mehr „tragen“ kann. Aber auch die Sportschifffahrt hat aufgrund des mangelnden Wassers große Sorgen, müssen die Hobbykapitän doch ständig eine Grundberührung ihrer Boote befürchten. Besonders schlimm wird es im hinteren Teil des Hafens, welcher der Stadt gehört. Der Schlamm, der aus dem Tanger kommt, hat vor der Brücke wieder eine regelrechte gar nicht mal so kleine Insel gebildet. Die Schlammbank reicht noch immer bis zum Anlegesteg des Tangermünder Wassersportvereins.

Dies bringt den Verein in eine schwierige Situation, denn die gewünschten Gäste bleiben aus. Noch immer, weil sich die Stadtverwaltung, an der Spitze Bürgermeister Jürgen Pyrdok, schon lange darum bemüht, diese Misere, die die Existenz des Vereins bedroht, zu beheben. Bislang konnte allerdings noch kein Erfolg verbucht werden.

In einem Radio-Gespräch hatte Pyrdok erst kürzlich wieder Unterstützung für das Projekt zugesagt, die auch der Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft signalisiert hat; die Pflege des Tanger liegt nämlich in seiner Obhut.

Im Gespräch mit dem Bürgermeister war auch von einem neuen Steg für die Vereinsmitglieder die Rede, was eine tolle Nachricht ist. Der Steg ist aber nur durchgehend nutzbar, wenn der Hafen auch ausgebaggert wird, zumindest in diesem Bereich des Hafens.

Wassersportler wie beispiesweise Ruderer, welche ähnliche Probleme mit dem Flachwasser haben, können nun also wieder hoffen.

Von Günter Krach

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare