Tangermünde lädt Flüchtlinge zu einem Willkommen ein

Rundgang mit Neubürgern

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Gute 20 Neubürger aus dem arabischen und kurdischen Raum sind zu dem Willkommenstreffen im Grete-Minde-Saal gekommen. Anschließend ging es mit den Stadtführerkindern durch die Stadt – Tangermündes charmanteste Art, sich vorzustellen.

Tangermünde. Miteinander, und nicht übereinander reden sollten Tangermünder und Tangermünder Flüchtlinge aus dem arabischen und kurdischen Raum bei einem Willkommenstreffen der Kommune im Grete-Minde-Saal am Freitag.

Der war geglückt: Etwa zwei Dutzend Menschen mit hauptsächlichen syrischen Wurzeln waren gekommen – und trafen sich mit vielen Tangermünder Bürgern. Und bald war man im angeregten Gespräch.

Die beiden Übersetzer, Masud Yussef und Owis Alsabbagh, hatten eine Menge zu tun. Bürgermeister Jürgen Pyrdok begrüßte die Gäste und erklärte: „Wir wollen Ihnen helfen, sich selbstständig zurechtzufinden“. Ängste, die es auf beiden Seiten gäbe, sollten abgebaut werden. „Viele sind Ihnen gut gesonnen, und werden Ihnen helfen“, so der Bürgermeister. Dann: Getuschel mit dem Dolmetscher – Pyrdok: „Shukran“ – Danke.

So mischten sich Deutsche und Syrer. Pyrdok ließ sich von Owis Alsabbagh übersetzen, am anderen Ende des Saals bildete sich eine kleine Traube um den Kurden Masud Yussef. Man kam ins Gespräch über Familie, Sprache, die Erfahrungen der Flucht und der ersten Monate in der Fremde. Judoka des TSV Tangermünde zeigten in einer spektakulären Show ihr Können, und der Syrer Maher Al Karak sorgte für begleitende Musik.

Ein wenig wie bei einem touristischen Ausflug ging es weiter: Wo die Tangermünder Stadtführerkinder sonst Besucher aus Deutschland in Tracht und mit Gesang durch die Stadt führen, nahmen sie dieses Mal die Flüchtlinge ins Schlepptau: Erste Station Stadtbrunnen, Geschichtsstunde, Grete Minde, der Kaiser, die Elbbrücke. Leiterin Petra Hoffmann erklärt, Masud Yussef übersetzt. Ein alltägliches Bild. Tangermünde stellt sich vor.

Von Kai Hasse

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