„Darf nicht mehr zu lange dauern“

Passagiermangel: Erneute Zwangspause am Ufer der Kaiserstadt

+
Keine Gäste, aber Niedrigwasser in Sicht: Zwei Flusskreuzfahrtschiffe harren im Tangermünder Hafen aus.

Tangermünde – Seit Anfang der Woche liegen zwei Flusskreuzfahrtschiffe der Wiking Cruises – die Wiking Bayla und die Wiking Astrild – die schon im Winterhalbjahr im Tangermünder Hafen gelegen haben, erneut am Ufer der Kaiserstadt vor Anker.

Im Gespräch mit dem Maschinisten des 111 Meter langen und fast zwölf Meter breiten Schiffs Bayla, das einen Tiefgang von 90 Zentimetern hat und auf Elbe und Donau verkehrt, erfuhr die AZ, dass der Kapitän in Ermangelung von Gästen nun seinen eigentlichen Winterplatz wegen dem Virus auch derzeit wieder anlaufen musste.

„Wie lange wir hier liegen müssen, hängt von der Entwicklung der Corona-Pandemie ab“, wussten das tschechische Besatzungsmitglied und sein Kollege. Beide haben nun erst einmal den Wachdienst auf dem Schiff übernommen. „Sollten uns wieder Gäste von den Reiseunternehmen geschickt werden, könnten wir aber sofort losfahren“, verriet er auf Nachfrage.

„Das Verbot Passagiere aufzunehmen, darf aber nicht mehr allzu lange dauern, weil das Wasser in der Elbe stetig fällt und wir dann deswegen nicht mehr fahren können“, ergänzte sein Kollege. Die Verordnungen der Covid-19-Pandemie wirken sich also beim Tourismus noch immer sehr massiv aus. Schon vor einigen Wochen hatte die AZ über die Lage auf den betroffenen Wasserfahrzeugen, die in Tangermünde zur Zwangspause verdonnert waren, berichtet.

VON GÜNTHER KRACH

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare