„Sollten an alle Bürger denken“

Parkuhr an der Grete-Minde-Straße tickt schnell: 30 Minuten darf verweilt werden

+
„Wir sollten an alle Bürger denken“, fordert Christine Pfaff bei der Frage ob die Parkzeiten in der Grete-Minde-Straße angepasst werden sollten. 

Tangermünde. Was den einen fehlt, davon haben die anderen zu viel. Noch keinen Monat ist die Grete-Minde-Straße wieder für den Verkehr freigegeben und schon gibt es erste Diskussionen darüber ob die Parkzeiten vor dem Shalomhaus angemessen sind.

Christine Pfaff, Fraktionsvorsitzende der SPD, spricht es vor dem Bauausschuss aus: „Warum sind die Parkplätze nur für eine halbe Stunde?“ 30 Minuten dürfe vor dem Shalomhaus geparkt werden. Für Besorgungen in der Stadt oder die monatlichen Seniorennachmittage zu wenig Zeit.

30 Minuten zum Holen und Bringen

Derzeit darf nur kurzzeitig vor dem Hort „Grete-Minde-Haus" geparkt werden.

Michael Classe als Sachgebietsleiter Allgemeine Gefahrenabwehr gibt eine Erklärung zu den Zeiten. Nicht ganztägig, sondern von 6.30 bis 7 Uhr und von 12 bis 17 Uhr dürfe vor dem Hort „Grete-Minde-Haus“ nur kurzfristig geparkt werden. Dies sei ein Entgegenkommen für die Eltern der Kaiserstadt, um beim Abholen und Bringen ihrer Kinder nicht lange nach einem Parkplatz suchen zu müssen. Auch an anderen Kindertageseinrichtungen seien die Parkzeiten so gewählt, berichtet Classe. Das Ordnungsamt würde regelmäßige Kontrollen durchführen und hätte bereits Erfahrungen damit.

Stadtratsmitglied Steffen Buddy kann die Parkzeiten als Elternteil bestätigen. „Wenn man sonst zur falschen Zeit kommt, ist halt alles belegt“, merkt er vor dem Bauausschuss an. „Ich würde die Zeiten jetzt so lassen, die Straße ist ja erst zwei Wochen offen.“

Doch Pfaff blickt nicht nur auf die Jüngsten der Stadt. „Wir sollten an alle Bürger denken. Ich finde, man kann nicht nur die Abholzeiten der Kinder berücksichtigen“, mahnt die Sozialdemokratin.

Ausschussvorsitzende Reinhild Häusler (CDU) versucht sowohl Eltern als auch anderen Nutzern gerecht zu werden und schlägt vor die Parkplätze zu splitten, sodass immerhin die Hälfte eine längere Verweildauer bekommt.

Entschieden wird schlussendlich jedoch abzuwarten. Bis zum Frühjahr soll die Situation in der Grete-Minde-Straße beobachtet und dann bei Bedarf nochmals in Angriff genommen werden.

Von Laura Kühn

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare